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Die Seelenbotin Vicki Monroe
von Sabin Sütterlin


Vicki beschreibt in ihrem Buch Ich höre, was die Seelen sprechen, wie sie als Kind lernen
muss, dass sie ihre mediale Begabung am besten für sich behält. Als Zwölfjährige
erzählt sie ihrer Freundin auf dem Pausenhof, ihr Grossvater sei hier um sich von ihr zu verabschieden und wolle ihr mitteilen, dass er sie immer beschützen werde. Die Freundin reagiert verstört und wird ins Schulgebäude gebracht, während man die kleine Vicki draussen stehen lässt.
Der Grossvater ist immer noch da und hat die Arme um Vicki gelegt. Er sagt: «O je, Kleine, du hast nichts Unrechtes getan! Eines Tages wird sie begreifen, was du für sie getan hast. Aber du musst verstehen, dass nicht alle Menschen das können, was du kannst. Sie können die Seelen, die von einer Welt in die andere übergehen, nicht sehen. Du musst versuchen, deine Fähigkeit so gut es geht, für dich zu behalten. Irgendwann, wenn die anderen dafür bereit sind, werden sie deine Botschaften hören wollen. » Vicki wird zum Direktor geschickt und in einem ernsten Gespräch getadelt und für drei Tage von der Schule verwiesen. Nach diesem Ereignis behält Vicki ihre Wahrnehmungen
zurück, in der Hoffnung, dass sie irgendwann vollends verschwinden werden. Sie heiratet jung und folgt ihrem Mann, der sich bei der Navy verpflichtet hat nach Deutschland, wo
ihre ersten drei Söhne geboren werden. Nach einigen Jahren, als ihr Bruder sie dort besucht, erhält sie telefonisch die traurige Nachricht vom Unfalltod ihrer Schwester Heather und deren Ehemann Tom. Nur kurze Zeit später erkrankt ihr Vater an Knochenkrebs und Vicki kehrt mit ihrer Familie nach Maine zurück. Wieder in den USA lässt sie sich zur Krankenschwester
ausbilden und arbeitet mit Sterbenden in einem Altenheim. Die Art, wie die meisten Ärzte dort mit ihren Patienten und dem Tod umgehen missfällt ihr, aber sie versucht den Patienten neben ihrer Arbeit als Krankenschwester auch mit Gesprächen zu helfen.
Mit ihren Patienten kann sie von ihren Wahrnehmungen sprechen, ihnen erzählen, dass geliebte Verstorbene da sind und deren Botschaften weiterge-ben. Leider wird diese Arbeit vom übrigen Personal nicht geschätzt, und die Leute tuscheln hinter Vickis Rücken über ihre Verrücktheit. Enttäuscht wendet sie sich von dieser Arbeit ab, und beschliesst, einer Arbeit nachzugehen, die ihr bestimmt  
 
nicht wieder solche Probleme bereiten würde: Sie wird Mechanikerin in einer Autowerkstatt. Bald stellt sie fest, dass sie ihrer geistigen Begabung nicht entfliehen kann und nachdem die erste Begeisterung im neuen Job verklungen ist, holt sie der innere Drang, der sie dazu geführt hatte, eine Ausbildung als Krankenschwester zu machen, wieder ein. Trotzdem kann sie sich nicht vorstellen, ihre Gabe als Beruf auszuüben. In ihrem Denken passen die Begabung, die sie gelernt hatte zu verbergen und die Leere in ihrem Leben, die sie füllen will, nicht zusammen. Also übernimmt sie einen neuen Job als Verwalterin eines 300 Jahre alten Gestüts, da sie schon immer Pferde geliebt hat. Doch auch hierher folgen ihr die Visionen und sie kann
nicht verstehen, warum sie all die Dinge sehen kann die kein anderer wahrnimmt.
Da Vicki schon immer an ganzheitlicher Heilung interessiert war, beschliesst sie sich zur Naturheilpraktikerin ausbilden zu lassen. Nach ihrer Ausbildung kommt eine Frau in eine Beratung. Im Verlauf des Gesprächs erscheint die verstorbene Grossmutter der Klientin und bedrängt Vicki so lange, bis sie ihrer Kundin von ihr erzählt. Diese ist von der Anwesenheit
der Grossmutter begeistert und erzählt in ihrem Freundeskreis über ihre Begegnung mit Vicki. Von da an kommen immer mehr Leute um eine Botschaft von Verstorbenen zu erhalten.
Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch Ich höre, was die Seelen sprechen in dem Vicki von ihrem ersten Kontakt bei einer Live-Demonstration vor zweihundert Personen berichtet:
Wie ich es bei grossen Gruppen gewöhnlich tue, zog ich Nummern. Auf diese Weise kann niemand mir den Vorwurf machen, ich würde bestimmte Gäste in die Vorstellung schmuggeln, um die Ergebnisse zu fälschen. Die erste Nummer, die ich an dem Abend zog, war die Zahl Eins. Das überraschte mich. Ich wurde auf einer grossen Leinwand live gezeigt, so
dass die Zuschauer mich und die jeweilige Person, deren Sitzung ich gerade hielt, bei der Arbeit sehen konnten. Ich rief die Nummer auf und ein gut aussehender junger Mann in der ersten Reihe direkt vor mir standauf. Seine Mutter sass neben ihm.
Ich ging zu ihm. «Sie sind Nummer Eins?», fragte ich lächelnd. Er konnte nicht älter als 21 sein. Doch obwohl sein Lächeln aufrichtig und freundlich war, sah ich Schmerz. Da erschien «sie». Sie ging direkt auf ihn zu, legte den Arm um ihn und lächelte mich an. Sie nickte mit einem so herzlichen Lächeln, dass ich die Liebe zu ihrem Zwillingsbruder förmlich spüren konnte. Sie waren eineiige Zwillinge. Die junge Frau hatte langes, dunkles braunes Haar, die gleichen dunkelbraunen Augen wie er und ein Strahlen, das ansteckend war. «Hallo, Danielle», sagte ich. Ihr Zwillingsbruder sah mich etwas misstrauisch mit grossen Augen an.
Seine Mutter holte ein Taschentuch aus der Tasche und nahm seine Hand. «Ihre Schwester ist hier. Ja, es ist Ihre Tochter, Mutter»,
 
 
fuhr ich fort. «Was für ein wunderschönes Mädchen! Und ja, das findet sie auch.» Ihr Bruder Jeff lachte leise. «Sie hielt sich schon immer für hübscher als mich. Wir standen oft vor dem Spiegel und nahmen uns gegenseitig auseinander, auch wenn unsere Gesichtszüge identisch waren. Dann haben wir gelacht.» «Also, ich soll ihnen mitteilen, dass sie immer noch der Meinung ist, die Hübschere von beiden zu sein.» Diesmal musste die Mutter lachen. «Das ist typisch für Danni – sie hatte immer das letzte Wort!» «Sie wollte unbedingt mit Ihnen reden, Jeff, denn Sie weiss, wie sehr sie gelitten haben.» Wieder entstand gespanntes Schweigen. «Sie war verlobt, als sie einen Autounfall hatte. Sie sagt mir, dass sie gerade von der Arbeit nach Hause fuhr. Dass sie nicht auf die Strasse geachtet hat, weil sie am Radio herumdrehte. Das Nächste, an was sie sich erinnert, ist, auf der anderen Strassenseite zu stehen. Eure Grossmutter stand neben ihr. Sie sah, wie ihr Auto über eine Böschung raste und gegen einen Baum krachte.» «Wie meinen Sie das, dass sie gesehen hat, wie ihr Auto über die Böschung gerast ist?», wollte Jeff wissen. «Sie sass doch in dem Auto – wie kann sie es von aussen sehen, wenn sie drin sitzt?» Ich hörte den Schmerz in seiner Stimme, und sprach ruhig und einfühlsam, doch gleichzeitig mit fester Stimme, damit er die Veranstaltung mit der Bestätigung verlassen konnte, die er dringend brauchte. «Sie müssen wissen, dass eine Seele kurz vor dem Tod, nicht im Körper bleibt. All die vielen Monate, in denen Sie sich gefragt haben, ob sie im Auto noch gelitten hat, vielleicht bei Bewusstsein war und Todesangst hatte – so läuft es nie ab, denn die Seele befreit sich direkt vor dem Tod aus dem Körper. Wir alle haben diese Gabe – egal wie wir zu Tode kommen, wir spüren keine Angst davor. Wir kriegen nichts davon mit, weil wir wenige Augenblicke vor unserem Tod schon auf unserer Reise ins Licht sind. Danni beobachtete den Unfall, während das Licht sie schon rief.» «Hat sie wirklich nicht gelitten? Es war meine grösste Angst, dass sie allein und voller Panik in dem zertrümmerten Auto lag und einsam starb», sagte die Mutter weinend.
«Das ist es, was sie euch hier mitteilen will. Sie hat von alledem nichts gespürt.»
Dann wiederholte ich das, was mir Danni noch erzählte: «Grossmutter war da. Sie sah jung aus, und ich war so froh, sie zu sehen. Ich bin richtiggehend zu ihr ins Licht gerannt. Es ist erstaunlich – man weiss genau, wohin man geht. Unser Hund Emma war auch da, aber als Welpe, und wir wurden mit den Verwandten und Freunden aus diesem Leben und aus früheren Leben wiedervereint. Es war toll! Ich wusste sofort, dass hier alles begonnen hat und dies der Ort ist, an den wir alle zurückkehren.»
Ihr Bruder stand still da. In seinen Augen standen Tränen, doch ich spürte seine Zweifel. Aber Danni liess das nicht zu. Sie bat mich, ihn zu fragen: «Auf welche Frage willst du unbedingt eine Antwort? Mit welcher Frage bist du hergekommen für den Fall, dass deine Nummer gezogen würde?» Das ist keine leichte Frage für ein Medium, doch Danni war eine erstaunliche Seele. Und sie wusste genau, dass ihr Bruder diesen Beweis mehr als alles andere brauchte, um sich zu vergewissern, dass es seiner Schwester wirklich gut ging, sie glücklich war und ihn mehr als je zuvor lieb hatte. Gespannt hörte ich mir seine Frage an. «Bitten Sie sie, mir zu sagen, wie ich sie als Kind immer genannt habe und was ich zu einer bestimmten Jahreszeit immer gemacht habe. Sie ist die einzige ausser meiner Mutter, die die Antwort darauf kennt.» Ich geriet nun leicht ins Schwitzen. Denn obwohl die Sitzungen gut liefen und ich in Neuengland und dem Rest der Vereinigten Staaten immer beliebter wurde, war dies eine Situation, die mir Sorgen machte. Ich glaube zwar fest an meine Gabe, aber man kann keine Seele dazu zwingen, etwas zu sagen. So funktioniert es nun mal nicht. Doch Danni stürzte sich geradezu auf Jeffs Frage. Sie
gab mir ein Handzeichen sie wollte mir antworten. Ich holte tief Luft und wiederholte ihre Worte.
«Sie sagt, dass sie an Ostern ihre Eier immer aus ihrem Korb geklaut haben, und dass Sie sie immer «Gelee-Ei» genannt haben, weil sie die Gelee-Eier am wenigsten mochte.» Ich stand da und dachte erstaunt: «Das ist alles, was er hören wollte?» Danni nickte mit einem spitzbübischen Lächeln und zeigte auf ihre Mutter, die laut zu lachen anfing und nun vor Freude weinte. Ihr Bruder fragte mich daraufhin: «Und was habe ich in meiner Tasche? Fragen Sie Danni das.» «Zwei schwarze Gelee-Eier. Die haben Sie mitgebracht, weil die am abscheulichsten von allen schmecken! Und sie sagt, Sie hätten ihr immer die Eier in den besten Farben geklaut und alle schwarzen liegen lassen. Auch wenn sie Gelee-Eier nicht ausstehen kann, fand sie, dass sie in ihrem Körbchen hübsch aussahen, aber wenn sie dann morgens aufstand, fand sie nur noch schwarze Eier in ihrem Osterkorb», lautete die Antwort.
Jeffs Gesichtszüge, die während der gesamten Fünf Minuten-Sitzung nüchtern geblieben waren, entspannten sich nun sichtbar. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, während er mit gesenktem Kopf da stand und über das nachdachte, was ich ihm erzählt hatte. Ich wartete ein paar Sekunden und sah, wie Danni ihren Bruder umarmte. Er nahm einen tiefen Atemzug und verstand nicht, warum er plötzlich von einem Gefühl von Frieden und starker Liebe eingehüllt wurde. Er hob den Kopf und sah mich an. Nun war ich es, die ihn mit grossen Augen anstarrte. Ich hatte keine Ahnung, ob er mir nun glaubte oder nicht. Bei seiner Mutter hingegen gab es keinen Zweifel – Ihre Erleichterung war deutlich zu sehen. Und ihr Lachen war voller Freude. Ihre Tochter hatte immer noch Humor und das letzte Wort. Doch ihr Sohn…
Der starrte mich an, bis ich spürte, dass mir der Schweiss auf der Stirn stand. Insgeheim betete ich, dass er so etwas wie «Jetzt haben Sie mich überzeugt, obwohl ich hierher kam, um Ihren Hokuspokus aufzudecken!» sagen würde. Stattdessen sagte er nüchtern lächelnd mit einem anerkennenden Nicken nur: «Nicht schlecht!» Dann setzte er sich wieder. Ich glaube, ich riss vor Staunen den Mund auf, bis jemand aus der hintersten Reihe rief: «Er hat Ihnen wohl einen Schock versetzt!» Ich fing an zu lachen, genauso wie Jeff jetzt lachte. «Danke, ich weiss Ihre Worte zu schätzen», sagte ich. Wieder nickte er, und ich schaute zu, wie seine Schwester in das Licht ging – nein, wie sie rannte. Sie liess lauter bunte Gelee-Eier für mich zurück. «Danke», rief sie. «Jetzt müssen sie nicht mehr um mich trauern!»
 
Veranstaltungen mit Dr. Vicki Monroe finden Sie hier.