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Rilkes vergessene Para-Experimente

von Luc Bürgin


Dass der berühmte deutsche Dichter Rainer Maria Rilke (1875–1926) monatelang am Rheinknie weilte, wissen nur die wenigsten. Dass er dort ab Ende 1919 auch aktiv an parapsychologischen und spiritistischen Sitzungen teilnahm, war bis vor kurzem sogar Historikern unbekannt. Enthüllt hat dies der Wissenschaftler Peter Kopp. In den «Baselbieter Heimatblättern» lüftete er im September 2005 erstmals das Geheimnis seiner ausführlichen Quellenstudien.
Ausschnitte aus Briefwechseln und weitere schriftliche Zeugnisse dokumentieren: Rainer Maria Rilke nahm in Basel zusammen mit seinem Bekannten Carl J. Burckhardt an Gesellschaften teil, die Kontakte mit der überirdischen Welt zelebrierten, «mit der so genannten Baguette, dem an einem Seidenfaden aufgehängten Bleistift, der unter magnetischer Einwirkung selbsttätig zu schreiben beginnt». Fasziniert kommunizierte der Dichter auf diese Art mit einer verstorbenen Mädchengestalt. Im Atelier des bekannten Kunstmalers Niklaus Stoecklin versuchte er sich auch im Tischrücken. Ebenso wie später im Wenkenhof im benachbarten Städtchen Riehen.

Fanny Clavel-Respinger, Tochter eines vermögenden Seidenbankfabrikanten, erinnerte sich: «Wir übten uns in Suggestion. Einer von uns musste jeweils im Flur warten, bis die übrigen ausgemacht hatten, was er tun sollte. Die Reihe kam an Rilke. Ich holte ihn wieder ins Zimmer und berührte sein Handgelenk, ganz ohne Druck. Wir alle dachten dabei angestrengt an seine Aufgabe. Und siehe da: Er war ein ausgezeichnetes Medium. Ohne zu zögern näherte er sich der Uhr, die auf dem Kamin stand und rückte den Zeiger um eine Stunde vor.» Das Experiment glückte auch umgekehrt: «Rilke führte mich, ein unglaublich starker Wille ging von ihm aus, und ich verrichtete genau das, was man von mir wollte.» So sei sie «in Gedanken vom Dichter geführt» mit verbundenen Augen schnurstracks auf eine Bücherwand zugeschritten. Um dort schliesslich «mit dem sicheren Gefühl, dass es das Richtige sei» exakt das Buch aus dem Regal zu ziehen, auf das sich der Dichter zuvor mental konzentriert hatte. Anwesend war bei dieser Gelegenheit auch Albert von Tscharner. Der verstand sich vor Rilkes Augen darauf, «mit seiner Feinfühligkeit, eine Rose im magischen Bannkreis seiner Hände aufzurichten, ohne sie zu berühren». Rilke – verblüfft und beeindruckt – dachte später oft an dieses unvergessliche «Rosenwunder » zurück, wie er in einem Brief an Fanny Clavel festhielt.

Dieser Tage ist das neue Buch von Luc Bürgin Mystery - Neue Beweise für das Unerklärliche erschienen. Ob übersinnliche Erlebnisse, kuriose Phänomene oder rätselhafte Naturerscheinungen: Bürgin präsentiert in diesem Sammelband seine neuesten Beweise für das Unmögliche und behauptet: «Die Realität ist nicht nur bizarrer, als wir sie uns ausmalen – sie ist auch bizarrer, als wir sie uns ausmalen können!»

Kopp Verlag, 254 Seiten ISBN: 978-386445049
www.mysteries-magazin.com