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Dem Glücksprinzip folgen – das Glück nicht dem Zufall überlassen, sondern es gezielt einladen
von Harald Wessbecher

Glück ist ein Phänomen zu dem wir sehr unterschiedliche Einstellungen haben und mit dem wir auch sehr unterschiedlich umgehen können, obwohl wir es natürlich alle haben wollen.
Manche Menschen glauben an das Glück, aber statt es zu suchen warten sie einfach hoffnungsvoll ab, ob und wann es zu ihnen kommt. Andere gehen zu Astrologen, Hellsehern, Kartenlegern oder irgendwelchen scheinbar „wissenden“ Personen in der Hoffnung, sie könnten dort erfahren, ob das Glück sie berücksichtigen will, wann dies sein wird und ob es dazu noch etwas zu tun gibt – die vorgeschlagenen Möglichkeiten reichen dabei von intensivem Beten über Gutes Tun bis zur Opferbereitschaft und Aufgabe von bis dahin wichtigen Dingen, um sich so das Glück verdienen zu können. Wieder andere ignorieren die Möglichkeiten des Glücks und blenden es in ihrem Denken und Fühlen völlig aus in der Angst, vielleicht enttäuscht zu werden und nur einem unwirklichen Traum nachzujagen. Und dann gibt es natürlich auch die Gruppe von Menschen – zu der ich mich selbst zähle, die daran glauben, dass sie das Glück gezielt in ihr Leben einladen und dafür bereit werden können, wenn sie seine Gesetzmässigkeiten kennen und diesen innerlich in ihren Gedanken und Gefühlen und äusserlich mit ihren Taten folgen.

Zu welcher dieser Gruppen würden sie sich zugehörig zählen?
Beobachtungen in meinem Leben und im Leben anderer Menschen haben in mir die Überzeugung wachsen lassen, dass das Glück offensichtlich nicht dem Zufall folgt. Vielmehr gibt es scheinbar ein Geheimnis, das manche Menschen in sich tragen, mit dem sie das Glück magisch anziehen können ohne dass es dafür immer sachliche Erklärungen gibt.

Ich zähle mich zu diesen Menschen, und ich glaube das Geheimnis inzwischen gelüftet und die Gesetzmässigkeiten erkannt zu haben, nach denen sich das Schicksal bzw. das Glück verhält.
Zunächst erscheint es aber auch interessant, dass die Vertreter der anderen Gruppen ebenfalls glauben, für ihre Sichtweise in ihrem Leben eine Bestätigung gefunden zu haben. Viele versicherten mir immer wieder, dass das Glück sie wie erwartet gemieden habe oder wie sie trotz positiver Grundhaltung letztendlich doch immer wieder enttäuscht wurden.

Kann es verschiedene Wahrheiten geben für verschiedene Menschen, oder ist dieser Widerspruch nur scheinbar? Oder ist das Glück vielleicht doch launisch und wirkt im Leben unterschiedlicher Menschen immer anders?

Ich glaube die Kernfrage ist vielleicht noch extremer zu stellen:
Was bestimmt den Lauf unseres Lebens? Gibt es ein festgefügtes Schicksal oder haben wir einen freien Willen? Gibt es äussere Kräfte, gute und schlechte, denen wir ausgeliefert und für die wir nur ein Spielball sind? Wenn nicht, was vermag unser freier Wille wirklich? Können wir alles verändern, oder gibt es ein grosses Schícksalsgefüge, innerhalb dessen wir uns frei bewegen können? Kümmert sich eine göttliche Kraft um uns oder sind wir ganz alleine?

Vielleicht erscheinen Ihnen diese Fragen jetzt etwas philosophisch und weit hergeholt, unpraktisch und kompliziert.
Ich glaube aber dass sie wichtig sind, und jeder von uns sollte für sich eine Einstellung dazu gewinnen. Denn wenn ich einen freien Willen nicht für möglich halte und glaube, die einzige Möglichkeit, die wir haben, ist mit den Dingen zurecht zu kommen so wie sie sind, woher soll dann die Motivation kommen sich um die Gesetzmässigkeiten des Glücks zu kümmern und es gezielt einzuladen.

Die meisten Menschen vermeiden es, solche Fragen zu stellen oder sie für sich zu entscheiden. Sie laufen mit der Masse, folgen dem üblichen Zeitplan, liefern routiniert ihre Leistungen ab und verwenden ihre gesamte Aufmerksamkeit dafür, Sicherheiten zu schaffen und ihr Überleben zu sichern. Ob sich das Überleben aber lohnt, wird nicht hinterfragt. Als Glück wird verstanden ein gesichertes Einkommen und eine feste Partnerschaft ohne grössere Probleme zu haben. Was man dafür aufgibt oder auch dafür tun muss, wird nicht hinterfragt. Wie man sich dabei fühlt, erscheint gänzlich nebensächlich. Wer wenig Probleme hat, so die vorherrschende Meinung, sollte sich freuen, weil er anscheinend in einer glücklichen Situation ist. Und diese Einstellung erklärt natürlich, dass so viele Menschen ihre Zeit Dingen widmen, die sie gar nicht freuen und nicht glücklich machen, und ein Leben leben, was sie nicht berührt.

Nicht mehr zu wissen was Glück bedeutet, was es heisst berührt zu sein vom Leben, ist ein Phänomen der heutigen Zeit, in der die Menschen keine Zeit mehr haben sich selbst zu fühlen, denn es scheint für sie so viel Wichtigeres zu geben.

 

Das war nicht immer so.
Vor langer Zeit, als es noch kein Geld gab das den Menschen vorgaukelte, es sei das höchste Gut und Glück wonach der Mensch unablässig streben müsste, hatten die Menschen nach alten Überlieferungen einen anderen Bezug zum Glück. Sie glaubten, dass das grösste Glück darin bestehe zu lieben und geliebt zu werden und eins zu sein mit der schöpferischen Kraft, aus der alles entsteht. Sie suchten Einheit, Verständnis und Liebe zur Natur, zu Menschen und zu sich selbst und spürten tief innen die Freude am Sein, die Freude zu leben. Sie glaubten auch, dass jeder, der nach dieser grossen Liebe sucht, nicht nur Freude finden, sondern dass das grosse Sein ihm auch im Aussen mit allem beschenken werde, was zu ihm gehört und seinen Sehnsüchten entspricht. Die Suche nach Liebe und Freude schien für sie der Weg zum Glück zu sein.
Das würde bedeuten dass, bevor irgend jemand glückliche Umstände im aussen anziehen kann, er Glück und Freude in sich selbst suchen und tragen muss. Aber genau danach suchen die wenigsten Menschen zuerst, sie verstecken sich hinter Äusserlichkeiten und machen sich sogar abhängig davon.

Wieviel Zeit am Tag verbringen Sie mit dem was sie freut und glücklich macht?

Hand aufs Herz! Sicher weniger als die Zeit, die Sie in das investieren, was ihnen scheinbar viel wichtiger ist, nämlich in Verpflichtungen die ihre materielle und emotionale Sicherheit fördern sollen. Sie halten sich in diesen Sicherheiten vielleicht für glücklich, freuen sich sogar scheinbar darüber. Aber in diesem auf Sicherheit ausgerichteten Tagesablauf, wo ist da tatsächlich Zeit für Liebe und Spass, spielen sie überhaupt eine Rolle? Wie viele von uns fragen sich das überhaupt?

In den alten Überlieferungen finden wir aber noch viel mehr Aussagen über uns, unser Schicksal und unser Leben. Dort sind Antworten auf all die vorher gestellten Fragen! Sie sagen uns welche Einstellungen zum Leben und zum Glück sinnvoll und fruchtbar sind. Und sie sagen, was die wahre Natur und das Potential der Menschen sind:

Der Mensch ist nicht Körper, der in eine Wirklichkeit hinein geworfen wird, um dort zu überleben, sondern er ist Bewusstsein, dass sich über den Körper in der Welt zum Ausdruck bringt und über den Körper die Welt erfährt. Die Welt, die er erlebt, ist aber nicht unabhängig von ihm, sondern er prägt sie durch seine Gedanken, seine Gefühle und seine Wahrnehmung, bzw. sein Verständnis, das er von der Welt hat. Der Mensch kann nur erleben, was er in sich trägt an Gedanken und Gefühlen, was er erwartet und was er für möglich hält.

Diese Aussagen haben eine einschneidende Bedeutung. Wenn wir sie als wahr oder für möglich in Betracht ziehen, würde das bedeuten, dass es weder einen Zufall gibt, der unser Leben lenkt, noch eine äussere Kraft, gut oder böse, der wir ausgeliefert sind. Wir selbst wären die treibende Kraft, die unser Leben bewusst oder unbewusst bestimmt durch das, was wir an Bewusstseinsinhalten, an Ideen und Hoffnungen, an Gefühlen und Gedanken oder auch an Erwartungen und Sichtweisen in uns tragen. Das schliesst nicht aus, dass unser Leben auch einen tieferen Sinn hat und vielleicht im grossen Spiel des Seins eine Rolle spielt. Wichtig aber ist, dass wir selbst verantwortlich sind für das, was in unserem Leben geschieht, und uns nicht als Opfer von Umständen oder fremden Einflüssen verstehen sollten.

In diesem Sinne wären wir natürlich auch in der Lage mit unseren geistigen Energien das Glück gezielt in unser Leben einzuladen, unter der Voraussetzung, dass wir für uns geklärt haben, was Glück für uns überhaupt bedeutet.

Auf ein vages Glück zu warten während wir im üblichen Leben verstrickt bleiben, macht also keinen Sinn, denn von selbst, ohne dass wir es durch unsere Ausstrahlung anziehen, wird es nicht kommen. Es folgt den geistigen Energien, also unseren Gedanken und unseren Gefühlen die wir pflegen, und den Erwartungen die wir in uns tragen.

Auch irgendwelche Hellseher und Weissager zu befragen, ob und wann das Glück zu uns unterwegs ist, kann nur sinnvoll sein, wenn wir sehen wollen, welche Energien wir bis jetzt in das Leben hinein ausstrahlen und ob diese geeignet sind nach dem Prinzip der Entsprechung, das Glück zu uns zu ziehen. Und dies auch nur, falls die Weissager unsere Energien tatsächlich lesen und beschreiben können.

Die Möglichkeit, das Glück zu ignorieren aus Angst von Enttäuschung, ist noch weniger hilfreich, verhindert sogar, dass uns das Glück jemals berühren kann. Und mit Sicherheit werden wir am Ende des Lebens dann enttäuscht werden, wenn wir erkennen, was wir alles versäumt haben, indem wir die Tür zum Glück verschlossen hielten.

Nach den Gesetzmässigkeiten zu suchen, die das Glück anziehen, auch wenn wir vielleicht noch nicht davon überzeugt sind, lohnt sich dagegen sehr. Allerdings ist hier Umsicht geboten, denn viele geistige Methoden sind dafür tatsächlich nicht geeignet, weil sie hindernde Aspekte in uns nur durch einen positiven Deckel überlagern, aber sie nicht auflösen.

Das Glück sucht die Glücklichen“, sagt eine alte Weisheit, oder auch: „Wer viel hat, dem wird noch mehr gegeben, und wer nur wenig hat, wird das wenige noch verlieren“ sagt eine andere. Kann das sein?

Ich konnte in meinem Leben beobachten, dass daran viel Wahres zu sein scheint, aber nicht weil dies so sein muss, sondern weil die Gesetzmässigkeiten hinter dieser Wahrheit nicht erkannt und konstruktiv genutzt werden, um das Glück in das eigene Leben einzuladen. Denn einladen können wir es, gleichgültig in welchen momentanen Umständen wir uns befinden mögen.

Was die Gesetzmässigkeiten des Glücks sind, wird in den erwähnten Überlieferungen der alten Kulturen deutlich beschrieben und lässt sich auf wenige Aussagen reduzieren:

Was den Menschen in seinem Leben widerfährt, folgt nicht dem Zufall oder dem Wirken einer äusseren Macht egal ob gut oder böse, sondern wird ausschliesslich bewirkt durch die geistigen Energien, die ein Mensch in sich bewegt und in seinem Tun zum Ausdruck bringt.

Prägende geistige Energien sind die Gefühle, Gedanken und Phantasien, Hoffnungen, Ängste und Erwartungen, die die Menschen in sich bewegen. Aber auch die körperlichen und psychischen Zustände prägen unser Leben, die als Reaktionen auf das entstehen, worauf der Mensch seine Wahrnehmung richtet und dem er sich aussetzt und was auf ihn wirkt.

Jeder Mensch besitzt die Freiheit, seine geistigen Energien beliebig zu wählen, indem er sich entscheidet, aufzuhören automatisch zu reagieren und das gilt für Erinnerungen aus der Vergangenheit, genauso wie gegenwärtige Umstände und sogar für das, was vielleicht erst noch kommen könnte, und indem er sich aus allen Verwicklungen mit Menschen, Dingen oder Umständen löst, die ihm die Freiheit im Handeln, Denken und Fühlen nehmen. Diese Entscheidungen führen ihn heraus aus der Empfindung Opfer zu sein, und hinein in das Bewusstsein frei zu sein und das eigene Leben aus eigener Kraft für sich selbst leben zu können.

In dieser geistigen Freiheit wird ein Mensch bereit sich für die Liebe zu öffnen und das Leben in seiner Grossartigkeit wahrnehmen und verstehen zu können. Er kann wieder die Schönheit in den Dingen empfinden und ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Dankbarkeit dem grossen Sein gegenüber haben, dem göttlichen Urgrund aus dem alles entsteht. Diese Bewusstseinszustände erzeugen Freude und Lebendigkeit im Menschen und ziehen im Aussen entsprechende glückliche Umstände an.

Das Ziel des Menschen ist es, geistige Freiheit zu erreichen und getragen von den immensen Energien die in den Bewusstseinszuständen Liebe, Schönheit, Geborgenheit und Dankbarkeit entstehen, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten zu leben. Das äussere Glück in Form von günstigen Umständen, Gesundheit, liebenden Menschen, schönem Wohnraum etc. kommt dann wie von selbst, als Geschenk des grossen Seins gleichsam dazu.

In gewisser Weise sind diese Aussagen als fünf Schritte zum Glück zu verstehen. Sie hören sich einfach an, aber was bedeuten sie tatsächlich in der Praxis?

Bevor sie sich damit auseinandersetzen, sollten sie sich fragen, ob sie überhaupt zu der Gruppe von Menschen gehören wollen, die glauben, dass man das Glück gezielt in das Leben einladen kann, oder ob sie sich lieber hinter einer bequemen Opferrolle und üblichen Routinen verstecken wollen in der Angst sich zu überfordern oder zu scheitern, wenn sie Eigenverantwortung für alle Bereiche ihres Lebens übernehmen.

Wahrscheinlich ist ihre Antwort sofort, dass sie natürlich das Glück suchen und sich ihm öffnen wollen, denn sonst würden sie sich wohl kaum die Zeit nehmen diesen Artikel zu lesen. Wahrscheinlich spüren sie sogar längst, wie wichtig es ist, sich im Leben zu freuen und in guter Stimmung zu sein, und sie tun vielleicht bereits ganz viele Dinge nur deshalb, obwohl sie für sie zum Überleben gar nicht erforderlich wären. Aber auch dabei gibt es vielleicht ein Problem, nämlich dass wenn sie glauben, sie könnten nur in guter Stimmung sein, wenn bestimmte Dinge in ihrem Umfeld vorhanden sind wie z.B. Geld, Liebhaber, schöne Dinge etc., dass sie sich davon abhängig machen und unbewusst die Angst in ihnen wächst, all dies irgendwann möglicher weise zu verlieren.

Und es ist eben diese Angst, die wirkliche Freude verhindert und den Menschen dazu bringt, unter allen Umständen nach Sicherheit zu streben und viele Dinge zu tun, die sie eigentlich gar nicht tun wollen. Und genau dann werden sie reizbar, launisch, gestresst und fühlen sich nicht mehr vergnügt, trotz allem was sie haben. Und das zieht sie weg von den Bewusstseinszuständen und der Stimmung, die das Glück anziehen können.

Was gilt es also zu tun?

Ich habe für mich folgende Strategie als Weg zum Glück gefunden:

Zunächst entscheiden wir uns dafür, guter Stimmung sein zu wollen unabhängig von unserer gegenwärtigen Situation und entwickeln Phantasien darüber, was dies im Detail genau bedeuten soll: z.B. entscheiden wir uns mit Menschen so und so umgehen zu wollen, oder uns mit diesem und jenem zu beschäftigen, oder in der Partnerschaft dies und das zu erleben, oder uns körperlich so und so zu fühlen, oder in unserem Umfeld das und jenes wahrzunehmen. Es geht bei den Phantasien nicht um genaue Details, sondern um deutliche Gefühle. Das Entwickeln dieser Phantasien gibt uns mehr Klarheit darüber, wie wir jetzt sind und wie wir von nun an sein wollen, und das fördert unser Selbstbewusstsein - im Unterschied zu Leistungsbewusstsein, dem die meisten Menschen nachjagen und für das sie Dinge tun nur um der Anerkennung willen, selbst wenn sie ihnen gar nicht gut tun und sie dabei keine Freude empfinden.

Entsprechend dieser Entscheidung stimmen wir uns dann Morgens nach dem Aufwachen und Abends vor dem Einschlafen mit diesen Phantasien auf die geistigen Energien besonders Gedanken und Gefühle ein, die wir in unserem Leben wollen, weil sie uns gut tun, Energie geben und Freude machen, in dem Vertrauen, dass diese Phantasien ausstrahlen und passende Umstände im Aussen anziehen.

Dabei muss uns aber ganz klar sein, dass wir keine bestimmten Dinge im Aussen brauchen damit wir uns wohl fühlen. Denn die Suche danach führt oftmals nur dazu, dass wir uns davon abhängig machen und viel dafür tun, was uns dann wiederum in eine ganz schlechte Stimmung bringt. Vielleicht gehen wir um des Geldes willen einer Arbeit nach, die uns nicht gut tut, und unsere Stimmung dabei wird schlecht und lässt das Glück wieder weiter von uns wegrücken. Oder wir tun viel für einen Menschen, in der Hoffnung eine schlechte Partnerschaft wieder flicken zu können, und geben uns dabei selbst auf und schon rückt das Glück wieder ein Stückchen weg. Äussere Umstände sollten uns nur helfen Phantasien zu intensivieren und Klarheit in den Gefühlen zu erreichen. Vielleicht sollten wir bewusst an Orte gehen und bestimmte Menschen treffen, wo wir neue Gefühle kennenlernen können und erfahren, wie wir uns tatsächlich fühlen wollen, aber abhängig davon werden, dürfen wir eben nicht. Wir können äussere Inspiration aber wirksam als Anregung für unsere Phantasie benutzen.

So eingestimmt beobachten wir dann tagsüber und selbst und die Umstände in denen wir leben und fragen uns: reagieren wir noch automatisch auf äussere Impulse und lassen uns aus unserer gewünschten Stimmung bringen? Wirkt sich das Umfeld eher günstig auf unser Ziel aus oder eher hemmend? Hemmende Einflüsse sollten wir möglichst verändern, oder wir müssen uns davon distanzieren, wenn dies nicht möglich ist. Automatische Reak-tionen können wir erst dann beeinflussen, wenn sie uns rechtzeitig auffallen, und deshalb sollten wir uns und unser Umfeld bewusster beobachten. Wenn wir diese Energien einige Male bewusst verfolgen, wird uns klar werden, wie sehr wir selbst alleine für unsere Stimmung verantwortlich sind und dass jegliche Opferidee letztlich nur eine Illusion ist, die uns in Machtlosigkeit gefangen hält und uns gegenüber dem Glück verschliesst. Glück und Erfolg, Gesundheit und Intensität in unserem Leben sind Ausdruck und Manifestation unserer Stimmung. Unsere Stimmung prägt z.B. unsere geistige Leistungsfähigkeit. Sind wir aufgeregt oder unter Druck, können wir uns nicht konzentrieren und unser Gedächtnis leidet.

Jedes Gefühl, jeder Gedanke spiegelt sich auch im Körpergeschehen wieder, wie die Lehre der Psychosomatik und Organsprache überzeugend belegt. Ein Mensch mit zu wenig Freude wird krank, und ohne dass er Freude findet, auch kaum wieder gesund.

Unsere Ausstrahlung auf andere Menschen hängt davon ab wie wir uns fühlen. Und auf die Energien, die wir ausstrahlen, reagieren nicht nur die anderen Menschen, sondern auch das Leben allgemein, wie die alten Überlieferungen sagen. Wir ziehen das an, was unseren geistigen Energien entspricht, und nur das.

Das Geheimnis des Glücks besteht also darin sich selbst in einen Bewusstseinszustand, eine Wahrnehmung, eine Stimmung zu bringen, die uns öffnet für Liebe zu uns selbst, zu Menschen und zum Leben, die uns das Schöne im Leben suchen und wahrnehmen lässt, und in der wir uns freuen und uns wohl fühlen und die uns mit Dankbarkeit erfüllt darüber, dass die Dinge sind wie sie sind.

Alles was uns zu dieser Stimmung verhilft ist gut, solange wir uns nicht davon abhängig machen. Eine solche fröhliche und liebevolle Stimmung macht uns magnetisch für das Glück.

Wenn wir uns aber verlieren in der Hektik des Alltags, in Sorgen, Ängsten und Ärger, wenn wir uns verkaufen für Liebe, Anerkennung und Geld, verschliessen wir uns für das Glück, selbst wenn viele von uns glauben, es genau damit erzwingen zu können. Glück kommt zu den Leichtherzigen und Schöngeistern, zu denen, die Verantwortung für ihre Gefühle und Gedanken übernehmen und nicht nach Schuldigen suchen, wenn sie selbst in sich und ihren geistigen Energien keine Ordnung schaffen können. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“, steht schon in der Bibel, und in diesem Zusammenhang macht die Aussage sehr viel Sinn.

Glückspilze unterscheiden sich von Pechvögeln durch ihre Einstellung zu sich und der Welt, durch ihre Stimmung und Betrachtungsweise der Welt.
Ein Glückspilz sieht die schönen Seiten des Lebens und beschäftigt sich auch geistig mit dem, was ihm gut tut und Freude macht, auch wenn er weiss, dass das Leben auch andere Seiten hat. Er spricht nicht ständig über eigene oder fremde Probleme, er regt sich nicht über Schwierigkeiten auf, sondern sieht sie als Herausforderung. Und vor allem macht er sich nicht abhängig von anderen Menschen. Er spürt was er will und was ihm gut tut, und genau das sucht er. Er gönnt sich selbst alles, aber den anderen auch, er ist liebevoll und tolerant und lässt Menschen sein wie sie sind. Es ist ihm egal, was andere von ihm halten, denn er lebt sein Leben, so wie er es für richtig hält, grosszügig, vergnügt und ständig bereit für neues. Und in dieser Stimmung zieht er entsprechendes an, nämlich sein Glück.

Ein Pechvogel dagegen erwartet Schwierigkeiten, und verstrickt sich auf seiner Suche nach Sicherheiten völlig in Abhängigkeiten und Zwängen, die ihm Leichtigkeit und Spontaneität rauben und wenig Raum für Freude lassen. Ganz schlecht für seine Stimmung ist, dass er sich als Opfer der Umstände betrachtet und sich abhängig von den Umständen macht. Und da wir anziehen, was wir erwarten, egal ob diese Erwartungen aus Hoffnungen oder Ängsten bestehen, wird er ständig durch Probleme und Misserfolge in seiner Machtlosigkeit bestätigt.

Ein Pechvogel kann aber zum Glückspilz werden, wenn er zu verstehen beginnt, dass das Geheimnis des Glücks in der gelösten und fröhlichen Betrachtungsweise der Welt und ihrer Möglichkeiten besteht.

Damit meine ich aber nicht, dass wir alles positiv sehen sollten. Ich meine, dass wir verstehen müssen, in welcher Stimmung wir uns am wohlsten fühlen und welche Gedanken, Gefühle und äusseren Umstände uns zumindest zu Beginn dabei helfen, in diese Stimmung zu kommen, und genau das sollten wir auch allen anderen Menschen wünschen.

Fragen sie sich: Was will ich erlebt haben bevor ich sterbe, welche Erinnerungen an Erlebnisse und welche Erkenntnisse möchte ich erreicht haben, um sagen zu können, dass mein Leben glücklich war?

Sie werden bald erkennen, dass es nicht die Dinge und Ereignisse sind, die sie eigentlich suchen, sondern die Erfahrungen und Erkenntnisse, die dadurch entstehen. Sie sehnen sich nach Zuständen von Liebe, Schönheit, Geborgenheit und Dankbarkeit, weil sie wissen, wie sehr diese sie mit Energie erfüllen und lebendig machen. Wer sie sucht, den wird das Glück berühren, auch im aussen.