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George Paul Huber: «Auch ‘Naturtalente’ müssen geschult werden»

Lässt sich Heilen erlernen? Einst galten geistige Heilkräfte als Privileg weniger von Gott Auserwählter, von begnadeten «Naturtalenten». Auf der Esoterikwelle hingegen hat die Überzeugung, in jedem von uns stecke ein Heiler, immer mehr an Popularität gewonnen. Wird da nicht zuviel versprochen? Die Frage nach der Erlernbarkeit ist eine der am stärksten kontrovers diskutierten Fragen zum Geistigen Heilen. Hier die Stellungnahme von George Paul Huber, dem Anbieter der erfolgreichen LIVITRA-Ausbildung im Geistigen Heilen.

Auch der begabteste Maler musste einmal lernen, Farben zu mischen, so wie der beste Komponist die Musiknoten zu lernen hatte. Begabung allein ergibt noch keinen einsatzfähigen Heiler; vielmehr ist Übung, Austausch und Horizonterweiterung gefragt. Gerade «Naturtalente» benötigen oft das Einmaleins der geistigen Zusammenhänge und Grundsätze für den Umgang mit Patienten. Heiler, die ihre Begabung in einer Gruppe entwickeln, werden sich schnell bewusst, dass ihre Lernzeit niemals beendet sein wird und dass die Geistige Welt die Menschen auf vielfältigste Art und Weise leitet. Dies fördert Toleranz und Weitsicht. Seine Grenzen und Schwächen, wie auch seine Qualitäten, durch den Spiegel einer Gruppe oder eines Lehrers reflektiert zu bekommen, hat zudem noch keinem geschadet.

Versteht man die Heilkraft nicht primär als magische Kraft, sondern als eine natürliche, kosmische Energie, die gezielt durch jede Menschenhand fliessen kann, so meine ich, dass sich die Quelle dieser Kraft ihre irdischen Kanäle nach geistigen Kriterien auswählt. Dabei stehen sicherlich weder Einweihung noch Vererbung im Vordergrund; vielmehr zeichnen sich diese Menschen, die geistige Signale für den Heildienst empfangen, meist aus durch grosses Mitgefühl, Demut und Ehrfurcht vor allem Leben, tiefes Vertrauen zu Lichtkräften und die Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe. Oft trauen sie sich nicht, ihr Heilpotential offen zu entfalten und sind dankbar für eine Begleitung auf diesem Wege. Schulung für Geistiges Heilen hat mit Macht- oder Exklusivitätsansprüchen nichts zu tun. Der gewiefte Beobachter wird feststellen, dass viele Heiler-«Stars», eingeweihte oder selbsternannte Meister, die Tendenz haben, sich selbst zu überschätzen und ihre spezifische Technik für unübertroffen zu halten. Zu erkennen sind sie vor allem an der pausenlosen Darstellung ihrer zahlreichen und einzigartigen Heilerfolge. Natürlich plädieren sie dafür, den Zugang zum Heilerberuf zu begrenzen.
Dagegen meine ich, dass jedem, der seine inneren Qualitäten zum Dienst am Mitmenschen sinnvoll entwickeln und einsetzen möchte, die Möglichkeit dazu geboten werden sollte – durch eine Schule, die nicht dogmatisch ist, die nicht nur lehrt, sondern selber auch lernt von der Begabung und Vielfalt ihrer Schüler. Neben der Vermittlung von Grundwissen sollten daher Übungsmöglichkeiten mit Feedbacks und Erfahrungsaustausch im Vordergrund stehen. Auch die Selbsterfahrung und die Möglichkeiten, sich in die Rolle des «Patienten» in Heilungssituationen hineinzuversetzen, sind von unermesslichem Wert. Es versteht sich von selbst, dass Heiler nach der Ausbildung durch Supervision und Gruppenzusammenkünfte auf ihren Lehr- und Wanderjahren begleitet werden sollten.
Natürlich bringt ein Diplom an der Wand auf die Dauer keine Patienten, sofern die Mundpropaganda nicht einsetzt. Fachausbildungen tragen viel zur Verbreitung Geistigen Heilens bei – kommen doch manche Menschen auf diesem Weg erstmals damit in Berührung.