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Kann man Geistheilen lernen?
Interview mit George Paul Huber
von Dr. Harald Wiesendanger


HW: Kann man «Geistheilen» lernen?
GPH: Ja und Nein, das heisst, man kann innere Anlagen entwickeln und sie in einen sinnvollen, äusseren Rahmen stellen. Andererseits kann man ohne innere Qualitäten den Beruf des Heilers nicht erlernen, da die technische Komponente nicht entscheidend für den Heilerfolg ist.

HW: Heisst das, man wird zum Heiler geboren?
GPH: Eigentlich schon, deshalb spricht man von Berufung. Es ist quasi ein innerer Ruf, der irgendwann gehört und gelebt werden will. Der Ruf beinhaltet in erster Linie den Herzenswunsch, anderen Menschen zu helfen und sie glücklich zu erfahren. Die Fähigkeit, sich in andere Menschen und Energiedimensionen hineinversetzen zu können, spielt als natürliche Begabung eine wichtige Rolle. Das Fundament seiner Tätigkeit bezieht der Heiler jedoch aus seinem Urvertrauen zu geistigen, positiven Kräften und einem sinngebenden, spirituellen Weltbild.

HW: Worin besteht die Hauptaufgabe des Heilers?
GPH: Der Heiler ist Vermittler zwischen kosmischen und göttlichen Energien und dem Patienten. Dabei verstärkt er einerseits die inneren Selbstheilungskräfte des Patienten, andererseits überträgt er durch seine Hände Energien, die dem Heilprozess Impulse geben.

HW: Wie sehen Sie den Heiler der Zukunft?
GPH: Der Heiler der Neuzeit ist nicht mehr Guru in irgendeiner Form, sondern Gesprächspartner und Spiegel des Patienten. Viele Menschen des neuen Zeitalters wollen keine reinen Symptom-Korrekturen mehr, auch nicht auf geistigem Wege. Sie wollen vielmehr Antworten auf Ihre Probleme bekommen, Zusammenhänge und Ursachen erkennen und selbstverantwortlich am Heilprozess beteiligt sein.

HW: Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit anderen alternativen Heilmethoden oder der Schulmedizin?
GPH: Der Geistheiler sollte erkennen, dass er von einer anderen Warte aus Heilungsenergien ins Spiel des Lebens bringt. Dazu gehört ein Akzeptieren der natürlichen Grenzen seiner Möglichkeiten. In den meisten Fällen ist ein paralleles oder nachträgliches Vorgehen auf der körperlichen Ebene angezeigt, sei es auf alternativer oder schulmedizinischer Basis, um die geistigen Impulse umzusetzen oder nachhaltige Körperschäden auszugleichen. Das Konkurrenzgefühl würde verschwinden, wenn jeder am Heilprozess Beteiligte sich auf seine «Heilwerkzeuge» beschränken und das Heilwerden als Gemeinschaftswerk verstehen würde.

HW: Sie bilden ja auch Geistheiler, Geistheilerinnen aus. Worin liegen die Schwerpunkte Ihrer Ausbildung?
GPH: In einem Theorieblock werden den Teilnehmern das Wesen des Geistigen Heilens und die damit verbundenen Zusammenhänge aufgezeigt. Gleichzeitig werden Übungen eingebaut, die es ermöglichen, die Hauptaspekte in sich selbst zu erfahren. Im Praxisblock arbeitet man hauptsächlich mit Fallbeispielen. Es wird jedoch keine Doktrin vermittelt, sondern Wert auf Meinungsvielfalt und gegenseitigen Austausch gelegt. Als Grundsatz gilt: Die eigenständige Persönlichkeit eines Heilers soll gefördert werden. Nur ein ehrlicher Heiler, der seine spezifischen Fähigkeiten und Eigenschaften einbringt, kann auf Dauer erfolgreich arbeiten – nämlich von innen heraus. Er wird diejenigen Patienten anziehen, die seiner speziellen Art bedürfen.

HW: Sind Heiler nach einer Ausbildung einsatzfähig?
GPH: Grundsätzlich ja; eine stete Weiterbildung und gegenseitiger Erfahrungsaustausch sind auf jeden Fall unerlässlich. Nach meiner Ansicht ist die geistige Lehrzeit für Erdenbürger niemals beendet.