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Interview mit dem Heiler
George Paul Huber



George Paul Huber begann 1979 seine Ausbildung als Geistheiler. Es folgten spirituelle Lehr- und Wanderjahre bei verschiedenen geistigen Lehrern in England, Indien, USA, Peru und Brasilien. 1992 eröffnete er das Ausbildungszentrum für Geistiges Heilen LIVITRA im Kanton Aargau. George Paul Huber hat in den vergangenen 20 Jahren über 2'500 Schüler ausgebildet. Heute lebt George in der Schweiz und in Brasilien.

Welches Hauptinteresse verfolgst Du mit Deiner Schule für Geistiges Heilen?
Dass jeder, der heilen möchte, zu seiner geistigen Stärke, zu seiner Kraft findet, zu seiner Persönlichkeit. Und wenn er sich hundertprozentig engagieren kann, ist die Arbeit gesegnet.

Du nennst Deine Schule LIVITRA, das steht für «Licht – Vision – Transformation». Mit welcher Methode oder Technik übermittelst Du das?

Beim Geistigen Heilen ist die Methode an zweiter Stelle. Das Wichtige ist, dass die Menschen, die heilen, Liebe und Vertrauen haben. Vertrauen zum Licht, Vertrauen, dass sie Kanal sind, sein können. Vertrauen, dass sie selber das Licht in sich tragen. Und in diesem Sinne ist der Hauptgedanke, Lichtkanal zu sein, dies gerne zu sein und mit Freude zu heilen. Die Technik, beispielsweise Hand auflegen, in der Aura oder am Körper direkt, mit Chakras arbeiten oder mit einer andern Heilmethode, ist sekundär. Es geht hauptsächlich ums Vertrauen und die innere Stabilität.

Heisst das, dass jene, die an Deinen Seminaren und Kursen teilnehmen, einfach in ihrem Ruf bestärkt werden, heisst das, dass Du sie nicht zu Heilerinnen und Heilern machst?
Das ist richtig. Ich fördere sie, ich begleite sie, ich stärke sie. Aber eigentlich bringen sie alles schon mit. Es geht nur darum, diese Werte zu definieren, zu stärken und Rückhalt zu finden. Man kann niemanden zum Heiler machen, das ist etwas, das von innen her fundamental da sein muss. Man kann keinen Menschen zum Heiler machen.

Ich komme nochmals auf den Namen Deiner Schule zurück: LIVITRA – was willst Du damit ausdrücken? Über Licht haben wir schon gesprochen, aber nicht über Vision und Transformation.
Eine Vision zu haben heisst für mich, sich im Leben zu integrieren und das schöpferische Potenzial auszudrücken. Eine Vision zu haben gibt auch Kraft von der Zukunft her. In der Vision liegt die Chance, dass wir nicht nur die Vergangenheit bearbeiten. Wenn wir eine Vision haben und mit der Energie aus der Zukunft arbeiten, dann können wir unser schöpferisches Potenzial einbringen. Das ist unerlässlich, um heil zu sein. Die Vision beinhaltet das Heil. – Die Transformation ist irdisch, ist stetige Bearbeitung von Schattenaspekten. Das heisst, dass wir Aufgaben, Hindernisse, Schwächen immer wieder anschauen und Verzeihensarbeit und Arbeit des Erlösens leisten. Die Transformation ist für mich ein konstanter Prozess.

Hat die Freude in diesem Transformationsprozess auch ihren Platz oder besteht dieser Prozess ausschliesslich aus harter «Knochenarbeit»?
Nein! Natürlich nicht! Die Freude ist, immer wieder etwas Neues zu entdecken und das Alte zu erlösen. Das ist eine stete, permanente Herausforderung und die Möglichkeiten sind immens. Wir sind hier auf Erden, um zu lernen. Dieses Paket wird uns mit auf den Weg gegeben, ist mit uns unterwegs, gehört zu uns und ist ein Teil dieses Erdendaseins, das wir gewählt haben. Das ist unser Entwicklungspotenzial. Ohne das würden wir uns gar nicht bewegen. Es ist wichtig, aus dem Gedanken des Sünders herauszutreten und uns als Schöpfer zu sehen und nicht als Opfer. Wir haben ja alle unsere eigenen Möglichkeiten, um uns zu entwickeln und unseren Weg mit Freude zu gehen, mit der Vision zu gehen. Entwicklung heisst nicht leiden, sondern heisst, mit Freude nach vorne zu sehen und immer neue schöpferische Aspekte, kreative Aspekte, einzubringen.

Wie hilfst Du Deinen Schülern, ihren Schatten zu integrieren?
Die Arbeit mit dem Schatten ist ein permanenter Prozess. Wir kommen in den verschiedenen Kursteilen darauf zu sprechen und erkennen, dass der Schatten zu unserem irdischen Leben gehört. Er ist Teil unserer Entwicklungsarbeit und gehört dazu, hier auf Erden. Das heisst, wir sollten ihn nicht ablehnen, sondern ihm immer wieder neu begegnen, immer wieder neu uns damit beschäftigen und eigentlich wie eine Zwiebel Schale um Schale öffnen und entdecken, was für ein Potenzial in uns vorhanden ist. Aber es soll Freude machen, diese Seite zu entdecken, uns ihrer bewusst zu sein und immer wieder neue Aspekte zu integrieren. Der Sinn des Lebens ist nicht, perfekt zu sein, sondern, sich Ausdruck zu geben, seiner inneren Qualität die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten wie eine Blume. In diesem Sinne gibt es nichts, was uns zwingen würde, ein bestimmtes Muster oder etwas Bestimmtes darzustellen, das dann die andern als richtig oder perfekt deklarieren. Dieser Kampf um den Perfektionismus ist wie die Katze, die im Kreise herum ihrem Schwanz nachrennt und ihn niemals erwischen wird. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, sich selber zu sein und sein eigenes Potenzial auf schöpferische Weise einzubringen, sich auf dieser Erde zu realisieren, mit Freude und mit Mut und in Verbindung mit allen übrigen Geschöpfen, die ebenfalls hier sind.

Was für menschliche Qualitäten sind für Geistiges Heilen besonders wichtig?
Viel innere Stärke, inneres Vertrauen, Freude am Helfen, die Fähigkeit, sich abzugrenzen, sich zurückzunehmen und gleichzeitig auch zu verbinden, Toleranz, positive Einstellung.

Was wird aus den Heilerinnen und Heilern, die Du ausbildest?
Der Grossteil arbeitet im eigenen Kreis, für sich zu Haus. Ein gewisser Teil lässt es einfliessen in die pflegenden Berufe oder in die therapeutischen Tätigkeiten, die sie bereits ausüben, und ein relativ kleiner Teil eröffnet eine Praxis und stellt sich dieser Arbeit in grösserem Umfang zur Verfügung. Das ist ein sehr kleiner Prozentsatz, weil es mit diesem Beruf nicht einfach ist, sich ein regelmässiges Einkommen zu sichern.

Wie siehst Du LIVITRA im Gesamtfeld des Heilens?
Ich meine, dass ich eine Ebene anspreche und auch lehre, die kombinierbar ist mit allen möglichen Ansätzen und Ausrichtungen. Und in diesem Sinne hat meine Schule eine verbindende Energie. Diese verbindende Rolle zeigt sich bei mir je länger je mehr; ich habe in der letzten Zeit vier Ärzte ausgebildet sowie auch zwei Pfarrer. Daneben habe ich Lehrerinnen, Hausfrauen, Handwerker, andere Therapeuten, Reikimeister, usw., die bei mir die Ausbildung machen. Unglaublich vernetzend und unglaublich vielfältig – und das ist für mich das positive Echo, das mir die Gewissheit gibt, dass meine Gesinnung auch weiter getragen wird. Wenn im gleichen Kurs ein Arzt, ein Pfarrer, ein Lehrling und eine alte Dame miteinander zusammen sein können und das über ein Jahr hinweg freiwillig, dann ist da eine verbindende Kraft im Spiel. Das ist für mich immer wieder ein wunderschönes Erlebnis, dieser Vielfalt an Teilnehmern zu begegnen und einen Punkt zu finden, der für alle einen Entwicklungsschritt bedeutet.

Besteht Konkurrenz unter den Heilern und Heilerinnen? Leider besteht nicht nur Konkurrenz, sondern auch Neid und Missgunst. Wir sollten als Heiler ein Beispiel dafür sein, dass wir einander respektieren. Toleranz heisst ja vor allem, das Andere zu respektieren. In diesem Sinne auch wertfrei zu werden und zu erkennen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt in dieser Lichtfindung. Im geistigen Heilen ist das Spektrum gross und der Unterschied zwischen einem schamanischen Heiler, einer Gebetsheilerin, einem Magnetopathen, einer kombinierten Therapie mit Körperarbeit, wo das Geistige einfach hineinfliesst, oder einer medial ausgerichteten Beratungsarbeit ist riesig. Die Konflikte, die wir erleben, kommen eigentlich alle aus derselben Problematik, nämlich aus der fehlenden Toleranz und dem fehlenden Respekt. Wenn wir werten und unseren Massstab andern aufzwängen wollen, dann scheint das auf dem geistigen Weg und im menschlichen Zusammenleben das Haupthindernis zu sein.

Wie hat sich deine Arbeit in den letzten 20 Jahren verändert?
Die Interessen und spirituellen Interpretationen von Kursabsolventen können heute fast nicht mehr koordiniert werden. Das Bedürfnis nach persönlichem, indivuellem Coaching und Supervision hat andererseits sehr zugenommen. Wie hat sich die Heilerszene verändert? Leider hat sich die Heilerszene in der Schweiz etwas aus den Augen verloren. Vor allem deshalb, weil der jährliche Höhepunkt der Begegnung und des Austausches, die Basler Psi-Tage, nicht mehr stattfinden. Auch die integrative Rolle des SVNH hat ihren damaligen sehr bedeutungsvollen Status nahezu eingebüsst.

Was hältst Du von den neuen Heilmethoden wie Matrix Energetics oder Quantenheilung?
Grundsätzlich finde ich alle neuen Heilansätze und Techniken äusserst spannend. Persönlich hat mich Rupert Sheldrake mit seinen morphogenetischen Gesetzen stark beeinflusst. Bei all den faszinierenden neuen Erkenntnissen müssen wir uns jedoch bewusst sein, dass sie den Urkern des geistigen Heilens nicht tangieren.

Hast Du konkrete Vorschläge, wie die Vernetzung unter den Heilenden geschehen könnte?
Es fängt dort an, wo es Begegnungen gibt. Dass man die verbindenden Aspekte betont und nicht die abgrenzenden oder seine Methode nicht als die einzig richtige darstellt. Es ist der Geist, der wirkt, der einfliessen sollte in alle Schulen, in alle Lehrinstitute, in alle Wege. Und dass wir die Demut, von der wir immer sprechen, dass wir diese leben und auf diese Weise auch realisieren. – Lehrer und Heiler sowie alle Menschen müssen sich stets bewusst sein, dass man niemanden heilen kann. Man kann nur helfen, das eigene Selbstheilungspotenzial zu öffnen, damit das schöpferische, göttliche Werk getan werden kann.

George Paul Huber bietet ab dem 27. April 2013 die ersten vier Teile seiner Heilerausbildung in Bern an. Nähere Informationen finden Sie gerne hier.