Name:
Email:
Abonnieren Sie hier unser kostenloses «Rundmail», in dem wir Sie wöchentlich über unsere aktuellen Veranstaltungen informieren. Ausserdem finden Sie dort Psi-News und Fernsehtipps.
Hier finden Sie Rückmeldungen zu unserem Newsletter



Basler Psi-Verein
Neuweilerstrasse 15
CH-4054 Basel
Tel: 0041 61 383 97 20
Email: info@bpv.ch





Loading









 

Liebe und Gesundheit
- von Tulku Lobsang


 

Tulku Lobsang ist ein buddhistischer Meister, sowie Doktor der tibetischen Medizin und Astrologie. Er wurde 1975 im Nordosten Tibets geboren und trat mit sechs Jahren in die lokale buddhistische Klosterschule ein. Im Alter von 13 Jahren wurde er als Reinkarnation des Nyentse Lama wieder erkannt. Tulku Lobsang lebte in mehreren Klöstern und beeindruckte die Menschen mit seiner Heilfähigkeit. 1992 verliess Tulku Lobsang Tibet, um in Südindien sein Wissen bezüglich der klassisch buddhistischen Texte zu vertiefen. Später gründete er in Dharamsala das Zentrum Nangten Menlang. Tulku Lobsang hält am 18. Oktober einen Vortrag zum Thema «Der Weg zur Erleuchtung » und am 19./20. Oktober ein Seminar über Liebe und Gesundheit. Weitere Infos finden Sie hier.

Liebe ist eine wichtige Grundlage in unserem Leben. Haben wir Liebe, haben wir alles.

Grob- und feinstofflicher Körper
Dass die Liebe unseren Gemütszustand und unsere Psyche beeinflusst, ist allgemein bekannt, doch sie beeinflusst auch unseren Gesundheitszustand. Sie kann fein- und grobstoffliche Blockaden lösen und somit psychische und physische Krankheiten heilen. Die Liebe entsteht aus unterschiedlichen Gründen. Sie kann beispielsweise auf Grund von Sinneswahrnehmungen erwachen und ist eng mit unserem grobstofflichen Körper verbunden. Der grobstoffliche (physische) Körper ist uns vertraut, da wir ihn berühren können. In der Traditionellen Tibetischen Medizin gehen wir davon aus, dass sich der grobstoffliche Körper aus sieben Körperbausteinen zusammensetzt: Nährstoffe, Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Knochenmark und reproduktive Flüssigkeiten (Samen / Eizellen). Zum feinstofflichen Körper zählen die Kanäle sowie die lebensnotwendigen Winde und die Essenzen. In unserem Körper befinden sich 72 000 Kanäle, in denen beispielsweise Blut, Lymphe und die Elemente (Erde, Wind, Feuer, Wasser und Raum) fliessen. Wenn die Elemente ausgeglichen sind und ungehindert fliessen können, sind wir gesund.

Der subtile Körper und der physische Körper sind eng miteinander verbunden. Diese Verbundenheit bedingt, dass auch die Liebe sowohl im grobstofflichen, als auch im subtilen Geist empfunden werden kann. Sowohl Umwelteinflüsse als auch ungesunde Verhaltensweisen, negative Emotionen oder karmische Prägungen können die Entstehung einer Krankheit begünstigen. Die Vielfalt von Krankheitsursachen kann sowohl im grobstofflichen, als auch im subtilen Körper gefunden werden.

Männliche und weibliche Liebe
Oft entstehen Missverständnisse und Leiden, weil Frauen und Männer nicht auf dieselbe Art und Weise lieben und in einer Beziehung nicht dieselben Wünsche haben. Dies hat damit zu tun, dass auf subtiler Ebene die weisse und die rote Essenz unsere Wahrnehmungen beeinflussen. Daher nehmen Frauen und Männer die Liebe anders wahr. Das männliche Prinzip ist mehr mit dem Erd- und Feuerelement verbunden und das weibliche Prinzip mehr mit dem Wind- und Wasserelement. Energetisch betrachtet bedeutet dies, dass die männliche Energie geerdet ist und abwärts fliesst. Die weibliche Energie öffnet sich und fliesst nach oben. Auf mentaler Ebene ist das Männliche mit dem Stolz und das Weibliche mit der Eifersucht verbunden. Männer sind grundsätzlich eher logisch veranlagt, während Frauen emotional sind. Diese Unterschiede bezeichnen wir als die weibliche und die männliche Liebe. Körperlich, emotional und energetisch agieren und reagieren Männer und Frauen unterschiedlich. Es ist daher wichtig sich bewusst zu sein, dass Frauen und Männer die Liebe grundsätzlich unterschiedlich erfahren und anders ausdrücken. Diese Gegensätze ziehen sich an und die Andersartigkeit können wir dazu nutzen, voneinander zu lernen. Denn die Andersartigkeit ist eine grossartige Gelegenheit, die eigene Philosophie zu überdenken und durch die Liebe das Herz zu erweitern.

Bedingte und bedingungslose Liebe
Es gibt bedingte und bedingungslose Liebe. Normalerweise gehen wir davon aus, dass jemand der «innere Liebe» hat ein gutes Herz besitzt und spirituell ist. Jemanden der «äussere Liebe» hat bezeichnen wir als materialistisch. Grundsätzlich ist beides Liebe. Denn beide Wege führen zu Gott oder zu Buddha. Sehr oft fühlen wir «illusionäre Liebe». Sie ist eine zeitlich begrenzte Liebe und bei näherem Betrachten verschwindet sie. Wenn wir unsere Liebe analysieren, stellen wir fest, dass die Liebe von unterschiedlichen Gegebenheiten und Äusserlichkeiten abhängig ist. Werden diese Begebenheiten anders wahrgenommen oder verändern sie sich, so ändert sich auch unsere Liebe. Was wir glaubten zu lieben erscheint uns nun langweilig. Den Weg der «inneren Liebe» bezeichnen wir als bedingungslose Liebe. Die bedingungslose Liebe ist der vollkommenste Zustand des Geistes, er ist unveränderbar und jenseits des Denkens. Aus diesem Grund wird die bedingungslose Liebe nicht vom temporären Geist oder äusserlichen Begebenheiten beeinflusst.


Bhaisajyaguru Medizin Buddha

Liebe ist alles
Wahre Liebe ist Glück. Immer wenn wir Glück haben, haben wir Liebe. Und wenn wir Liebe haben, sind wir glücklich. Das Glück führt zu einer allumfassenden Ausgeglichenheit, sowohl geistig, als auch körperlich. Es ist das Glück, welches uns vollständig öffnet. Wenn wir offen sind, dann leiden wir auf geistiger Ebene weniger und werden seltener krank. Liebe ist alles und gibt dem Leben Sinn. Sie ist vergleichbar mit einer Medizin. Machen wir uns selbst und andere glücklich, indem wir unserem Leben durch die Liebe einen Sinn geben! Der Weg der Liebe ist ein heiliger Weg. Liebe zu praktizieren ist der Weg Buddhas. Tulku Lobsang unterrichtet in diesem Seminar die Sichtweise des buddhistischen Tantrayana, welches das Thema aus einem einzigartigen Blickwinkel betrachtet. Es geht um die Erkenntnis, dass unser physischer Körper und unsere Psyche eng miteinander verbunden sind. Die Liebe ist das wichtigste in unserem Leben und beeinflusst nicht nur unsere psychische Befindlichkeit, sondern auch unser körperliches Wohlbefinden. Daher ist es wichtig, mehr über diese Verbindung zu wissen, um ein mentales und körperliches Gleichgewicht zu erlangen. Ändern wir unsere Sichtweise über die Liebe und erkennen wir mehr welche Unwissenheit wir diesbezüglich verinnerlicht haben, so können wir unser Leben verändern. Wir müssen uns daran erinnern, dass unsere wahre Natur die bedingungslose Liebe ist, welche oft von den Illusionen des Geistes überdeckt wird.