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Basler Psi-Verein
Neuweilerstrasse 15
CH-4054 Basel
Tel: 0041 61 383 97 20
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Ein Blick zurück auf die Basler Psi-Tage
von Matthias Güldenstein

Als der Privatmann Peter Scott 1980 einen Kongress für Parapsychologie in Freiburg im Breisgau organisierte, lud er alle Referenten vor dem Kongress zu einer gemeinsamen Busfahrt in den Kaiserstuhl und zu einer Weindegustation ein. Das gab den Referenten Gelegenheit sich kennen zu lernen und Gedanken auszutauschen. Davon profitierte der ganze Kongress. Diese Erfahrung liess mich vorschlagen, dass ich 1983 in Basel wieder einen solchen Kongress organisieren wollte. Erst später erfuhr ich, dass Peter Scott mit dem Kongress einen Verlust von über DM 10'000.- erlitt, was ihn dazu zwang sein Geschäft in Freiburg aufzugeben. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie grosszügig und liebevoll er für uns, die Referenten, gesorgt hatte. Und ich bin ihm sehr dankbar für sein Engagement.
1982 lernte ich während der „Heilertage“ an der Natura (einer Messe für Bioprodukte) den damaligen Kongressleiter der Messe Basel, Herrn Michel Marti kennen. Ihn bat ich um Rat wegen des geplanten Kongresses. Er sagte mir, dass sie im Kongressbüro der Messe Basel, damals unter der Leitung von Generaldirektor Frédéric Walthard, in Zusammenarbeit mit Prof. Alex Schneider, Frau Dr. med. Elisabeth Studer und anderen, überlegten, ob sie nicht aus den „Heilertagen“ einen eigenen Kongress machen könnten. Ich möge doch einmal Vorschläge machen, wie solche Kongresse aussehen könnten. Dank Herrn Walthard, der bereit war, das finanzielle Risiko solcher Kongresse für die Messe einzugehen, kamen 1983 die ersten Basler Psi-Tage zustande. Alex Schneider und mir, beide Lehrer, ging es darum, ein grösseres Publikum über die Erkenntnisse der Parapsychologie möglichst breit zu informieren. Wir versuchten, die Kongresstage nach didaktischen Prinzipien aufzubauen, sodass die Besucher lernen konnten, sich selbst eine Meinung über die diversen Bereiche zu bilden. Wir wollten nicht ein Dogma verkünden, sondern die Teilnehmer dazu anregen, sich besser zu informieren und dem Paranormalen gegenüber eine offene und kritische Haltung einzunehmen. Wir wollten Wissenschaftler und Praktiker mit unkritischen Konsumenten und schwärmerischen Esoterikern zusammenbringen, um gegenseitig eine nüchterne, vernünftige und tolerante Haltung einzunehmen. Es war uns deshalb immer ein Anliegen, nach dem Vorbild von Peter Scott, die Referenten auch untereinander ins Gespräch zu bringen. Zu unserem Leidwesen mussten wir feststellen, dass die Bereitschaft dazu nie sehr gross war und im Laufe der Zeit sogar noch abnahm. Die finanziellen Zwänge, denen die Psi-Tage nach dem Weggang von Dr. Walthard immer stärker ausgesetzt waren, machten es zudem schwierig, alle Referenten für die ganze Zeit von drei Kongresstagen einzuladen und sie ausserhalb des Kongresses zu gemeinsamen Gesprächen zu bringen.
Dennoch weiss ich aus unzähligen dankbaren Rückmeldungen, dass wir 24 Jahre lang einen guten Kongress gemacht haben, und es freut mich, dass wir durch all die Jahre zumindest unter uns im Team die Offenheit, Kritikfähigkeit und gegenseitige Toleranz durchgehalten haben, die wir unseren Kongressteilnehmern vermitteln wollten. Ich denke, sowohl unsere Referenten als auch unser Publikum haben das gespürt und sind immer gerne an die Basler Psi-Tage gekommen.
Es tut mir leid, dass das finanzielle Risiko für einen krönenden Abschluss mit den 25. Basler Psi-Tagen zu gross war, und wir diese Wunsch-Seifenblase platzen lassen mussten. Umso mehr freut es mich, dass wir uns mit neuem Elan an andere Projekte heranwagen können. Ich möchte an dieser Stelle all den zahlreichen Mitarbeitern und Helfern der Messe Basel und heutigen Messe Schweiz ganz herzlich für ihren kameradschaftlichen Einsatz danken. Ich habe mich immer gefreut, mit dem Team von der Messe zusammenarbeiten zu können. Und ganz besonders möchte ich natürlich meinen Kolleginnen und Kollegen vom Psi-Team, meiner Frau Eva Güldenstein, unserem Schwiegersohn Donatus Rüetschi, meinem langjährigen Freund und Lehrerkollegen Alex Schneider, unserem nimmermüden Ideenlieferer und Artikelschreiber Harald Wiesendanger und last but not least unserem grossartigen Projektleiter und Freund Lucius Wertmüller meinen tief empfundenen Dank aussprechen.