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Umgang mit Verstorbenen
von Matthias Güldenstein

Inge Meysel, die berühmte deutsche Schauspielerin, verstarb 93jährig am 10. Juli dieses Jahres. In einem Interview, das anlässlich ihres Todes im Fernsehen ausgestrahlt wurde, sagte sie, sie habe keine Angst vor dem Tod, denn sie sei überzeugt davon, dass ihr vor ihr verstorbener Mann, mit dem sie ohnehin in allen wichtigen Dingen spreche, und ihre Eltern irgendwo da drüben auf sie warteten.

Sehr viele Menschen haben eine ähnliche Einstellung wie Inge Meysel. Manche glauben nicht nur an ein Fortleben nach dem Tod, sie wissen dank eigener Erfahrungen (Jenseitserlebnisse bei klinischem Tod, spontane Wahrnehmung Verstorbener), dass die Geistseele weiterlebt, wenn sie den physischen Körper beim Sterben verlässt. Den Bereich oder die Existenzebene, wo diese Geistwesen leben, nennen wir gewöhnlich das „Jenseits“.

Nun gibt es sensitive (empfindsame, spürige) Menschen, die Geistwesen im Jenseits besonders leicht wahrnehmen können, indem sie sie sehen, hören oder spüren. Leute, die ihre Sensitivität, ihre feinfühlige Wahrnehmung, entwickelt und geschult haben, nennen wir „Medien“. Ein Medium ist eine Mittelsperson zwischen Jenseits und Diesseits.

Das mosaische Gesetz im Alten Testament der Bibel verbietet den Juden das Aufsuchen von „Wahrsagern“ und „Totenbeschwörern“. Deshalb haben viele Menschen religiöse Bedenken, ein Medium aufzusuchen. Medien sind aber weder Wahrsager noch Totenbeschwörer. Die Erfahrung medialer Menschen zeigt, dass es die Jenseitigen sind, die mit uns Kontakt aufnehmen wollen, um uns mitzuteilen, dass das Leben weitergeht, und dass sie vom Jenseits aus mit uns mitfühlen und uns begleiten. Jenseitige, die sich über ein vermittelndes Medium melden, begegnen uns in Liebe. Oft haben sie seit ihrem Übergang in die Geistige Welt (ein anderes Wort für das Jenseits) Rückblick auf ihr Leben gehalten und erkannt, was sie hätten besser machen können. Sie bitten dann um Entschuldigung, Verständnis und Vergebung. Sie können meist wahrnehmen, wie unsere Lebenssituation ist, können sie aber nicht an unserer Stelle verändern. Sie können nur versuchen, uns Hinweise zu geben, uns zu ermutigen oder zu stärken.

Wenn Sie zu einer öffentlichen Demonstration medialer Fähigkeiten gehen, kann es sein, dass das Medium Sie anspricht, weil ein Geistwesen sich Ihnen mitteilen möchte. Das Medium wird Ihnen zuerst Informationen geben, die Ihnen ermöglichen sollten, die verstorbene Person eindeutig zu identifizieren. Geben Sie in diesem Fall laut und deutlich Antwort, ohne allerdings dem Medium ungefragt zusätzliche Informationen zu liefern. Auch wenn Sie nicht direkt angesprochen sind, aber den Eindruck haben, die vom Medium beschriebene Person zu erkennen, dann melden Sie sich bitte. Manchmal ist es für das Medium schwierig, das Geistwesen einer Person im Publikum eindeutig zuzuordnen. Es können auch Hinweise auf verstorbene Haustiere und noch lebende Personen vorkommen. Versteifen Sie sich nicht auf feste Erwartungen.

Ist die Person aus der Geistigen Welt erkannt und zugeordnet, bekommen Sie in der Regel Hinweise auf Ihr eigenes Leben, die Ihnen möglicherweise nützlich sein können. In einer öffentlichen Demonstration werden keine Geheimnisse ausgeplaudert, und Sie werden nicht blossgestellt. Es wird Ihnen auch nicht die Zukunft prophezeit oder die Lösung aller Probleme geboten. Bedenken Sie jedoch die Hinweise, die Sie erhalten, mit gesundem Verstand. Die Verantwortung für Ihre Entscheidungen und Handlungen bleibt in jedem Falle bei Ihnen.

Sprechen Sie in Gedanken mit Ihren Lieben in der Geistigen Welt, wie Inge Meysel dies mit ihrem Mann getan hat. Machen Sie sich aber nicht abhängig von solchen Jenseitskontakten. Das Zusammentreffen von Geistseelen aus dem Diesseits und dem Jenseits sollte zu einem frohgemuten, aufbauenden und herzerfrischenden Kontakt der beiden Welten führen, der für alle Anwesenden spürbar wird, auch wenn sie nicht persönlich angesprochen werden.