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Kreise im Kornfeld
von Andreas Müller

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, Kornkreise seien ein Phänomen unserer Tage oder Stoff aus Märchen und Legenden, gibt es schon seit Jahrhunderten zahlreiche glaubhafte Berichte über derartige Formationen. Erste Hinweise finden sich schon in Märchen und Legenden und sogar die renommierte Wissenschaftszeitschrift «Nature» erwähnte bereits 1880 Kornkreise im englischen Surrey. Die Entstehung der teilweise hoch komplexen, sich in kürzester Zeit bildenden geo-metrischen Muster in Kornfeldern allerdings blieb bislang weitgehend rätselhaft.
Schnell fanden viele Medien in selbstbekennenden Fälschern eine einfache, wenn auch die Fakten vernachlässigende Lösung. Auch nach Gerald Hawkins, einem emeritierten Mathematiker und Astronom aus Boston, können einige der komplexen Geometrien der Figuren unmöglich in den wenigen Stunden der Dunkelheit in Feldern konstruiert werden. Sie basierten, so Hawkins 1992 in der Zeitschrift «Science News», auf komplizierten Theoremen der euklidischen Geometrie.
Biophysikalische Analysen stützen die Hypothese der

Kornkreis-Forscher, dass zahlreiche Kreise nicht menschengemacht sein können. So fanden sich an den Pflanzenproben signifikante Anomalien, die so noch nie in von Menschenhand angelegten Kreisen gefunden worden seien. Einige der festgestellten Veränderungen, wie etwa geplatzte oder deutlich ausgedehnte Wachstumsknoten, konnten im Labor annähernd durch Mikrowellenbestrahlung reproduziert werden. In anderen Fällen fand sich auf Boden und Halmen eine glasurartige Eisenoxid-Schicht, welche in dieser Form wohl nur durch Temperaturen von über 500 Grad Celsius entstehen kann.
Dies bestätigt auch eine Studie von Bodenproben aus einer kanadischen Kornkreisformation und Kontrollproben aus deren Umgebung, die einer röntgen-diffraktometrischen Analyse unterzogen wurden, mit der sich die Kristallinstruktur der Tonmineralien untersuchen lässt. Die in den Proben nachgewiesene erhöhte Kristallinität entsteht entweder unter Hitzeeinfluss oder enorm hohem geologischem Druck. Da Letzteres wohl ausgeschlossen werden könne, komme vor allem Hitzeeinwirkung in Betracht. Da aber unwahrscheinlich sei, dass in der Natur über mehrere Stunden unbemerkt derart hohe Temperaturen aufträten, vermuten die Forscher eine deutlich intensivere, zugleich nur für Nanosekunden wirkende Hitzekomponente.
Als Hypothese hat sich ein mysteriöser «Plasma-Wirbel» herauskristallisiert - eine Art elektrisch geladenes Wirbelsystem. Dieses Modell könnte auch die bereits zahlreich dokumentierten Lichtphänomene über Kornkreisen erklären, so Terence Meaden, Gründer des «Journal of Meteorology»: Denkbar wäre, dass mitgeführte Teilchen aufgrund des so genannten «triboelektrischen Effekts» durch Reibung statische Elektrizität erzeugen, dadurch die wirbelnde Luftmasse ionisieren und so das Leuchten über die Felder zaubern. Wie jedoch die teilweise faszinierenden geometrischen Muster entstehen, bleibt weiterhin rätselhaft. Auffallend ist jedoch, dass sich selbst für komplexeste Kornkreise geometrische Gegenstücken in der Formensprache der Natur finden lassen - andere Muster zeigen eindeutig eine an den menschlichen Verstand gerichtete Botschaft.
Jedes Jahr kommen zu den bislang über 7‘000 bisher in über 60 Ländern dokumentierten Kornkreisen bis zu 300 neue Formationen rund um den Globus hinzu. Die faszinierenden Formen des vermeintlichen Naturphänomens sind weiterhin Gegenstand der Forschung - und kontroverser Diskussionen.

Veranstaltung mit Andreas Müller