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Der philippinische Heiler William Nonog
von Sabin Sütterlin

William wurde 1960 als siebtes von zehn Kindern eines Goldminenarbeiters in der Nähe von Baguio auf der Insel Luzon geboren. Als Kind war er oft mit seiner Grossmutter unterwegs, die eine bekannte kräuterkundige Heilerin war. William erinnert sich wie er das erste Mal Zeuge eines blutigen Eingriffes war: seinem Bruder war eine Fischgräte im Hals steckengeblieben und er drohte daran zu ersticken. Seine Grossmutter fasste seinem Bruder von aussen durch die Haut in den Hals und zog die Gräte heraus. Dann wandte sie sich ab wie wenn nichts geschehen wäre.
Die Grossmutter war Williams einzige Lehrmeisterin; kurz nach ihrem Tod erschien sie ihm und übergab ihm den Auftrag, ihre Arbeit weiterzuführen. Sie erzählte ihm unter anderem, dass sie sich wieder auf der physischen Ebene antreffen würden. William konnte als Kind nicht alles verstehen, was die Grossmutter ihm zu erklären versuchte, trotzdem blieben ihre Worte in seinem Gedächtnis haften.
William war damals erst zehn Jahre alt und konnte nicht ahnen, welche Folgen diese neue Aufgabe nach sich ziehen würde. In vielen Träumen wurde er auf die blutigen Eingriffe vorbereitet und mit etwa zwölf Jahren führte er erstmals selbst eine blutige Operation durch. Während er eine Frau behandelte, realisierte er plötzlich, dass seine Hände sich in ihrem Körper bewegten. Er bemühte sich die Behandlung wie in seinen Träumen weiterzuführen und zog dann seine Hände zurück. Zu seiner grossen Erleichterung verschloss sich der Körper seiner Patientin augenblicklich. Viele Kranke begannen William aufzusuchen, und er fühlte sich von deren Erwartungen oft bedrängt. Er versteckte sich damals öfters im Wald, um seine Ruhe zu haben. Wenn er sah, dass niemand mehr auf ihn wartete, kam er mit einem Bündel Holz für die heimische Feuerstelle zurück.
Die Berufung zum Heiler war eine dermassen schwere Last, dass er mit vierzehn Jahren fast daran zerbrach: Er versuchte sich umzubringen. Auf der Ebene des Bewusstseins klärte sich während seiner Ohnmacht in einem unermesslich langen Kampf vieles, und als er wieder in seinen Körper zurückfand, war er bereit, seine Lebensaufgabe anzunehmen.
Schon zwei Jahre später reiste er mit sechzehn zum ersten Mal in die Schweiz. Er führte an den seltsamsten Orten seine blutigen Eingriffe durch: in Autobahnraststätten, in abgelegenen Scheunen oder inmitten von Maisfeldern. Er ahnte nicht, dass in der Schweiz seine Art zu heilen verboten ist. Er wusste auch nicht, dass seine Gastgeber seine Dienste deshalb versteckt anbieten mussten. Plötzlich erreichte ihn die Nachricht, dass zwei andere philippinische Heiler, die gleichzeitig mit ihm in der Schweiz arbeiteten, verhaftet worden waren. Er verliess die Schweiz fluchtartig und kam erst 1998 auf Einladung der Basler Psi-Tage über die Vermittlung von Dieter Wehrli in die Schweiz zurück. Seit mittlerweilen elf Jahren kommt William auf Einladung des Basler Psi-Vereins regelmässig in die Schweiz.
Zu Hause auf den Philippinen hat William sich am Rand von Baguio ein eigenes Haus gebaut. Er wird vor allem in den Wintermonaten von Hilfesuchenden und Interessierten aus allen Teilen der Welt aufgesucht. Für sie hat er neben seinem Haus noch einige Zimmer errichtet. Am Dienstag- und Freitagmorgen bietet er vom frühen Morgen an in einem kleinen Raum mit zwei Betten Heilbehandlungen an. Schon früh am Morgen treffen die ersten Einheimischen ein. Sie erhalten eine Nummer und warten geduldig bis sie an die Reihe kommen. In der Regel behandelt William rund 200 Personen pro Tag. Im Behandlungszimmer ist die Stimmung entspannt und friedlich, oft macht William einen Scherz und alle lachen.
Am 26. 12. 2000 kam Williams vierter Sohn in Baguio zur Welt. Nachdem William seine Frau Shirley ins Spital gebracht hatte, fühlte er sich während ihrer Wehen seltsam kraftlos und sank in einen tiefen Schlaf. Als seine Frau aus dem Kreisssaal in ihr Zimmer zurückgebracht wurde, weckte sie ihn und teilte ihm mit, sie habe einen Sohn geboren. Sie bat ihn am Schalter das Neugeborene mit dem Namen Emmanuel anzumelden. Als Shirley diesen Namen aussprach, fühlte William wie eine Kraft aus seinem Körper hinausströmte. Völlig ausgelaugt meldete er seinen Sohn an und zog sich in die Spitalkapelle zurück um zu meditieren. In tiefer Versunkenheit erkannte er, dass der Geist seiner Grossmutter in sein Leben zurückgekehrt war, so wie sie das angekündigt hatte. William sagt, dass der Geist seiner Grossmutter ihn bei der Geburt von Emmanuel verliess und sich in seinem vierten Sohn wieder inkarniert hat. Der Spirit von William, der sich bei seinem Selbstmordversuch entfernt hatte, kehrte in seinen Körper zurück. Interessanterweise lautet der Name seiner Grossmutter Emmanuella (was Shirley nicht wusste) und ihr Todestag war der 26.12.!

Infos zu seinen Veranstaltungen in Basel finden Sie hier.

Williams Sohn Lawrence verpflegt die wartenden Patienten

Blick von seinem Haus zum Behandlungsraum

William bietet uns von seinem Kobra-Rum an

William Nonog bei seinem «bloody work»

William und seine Frau Shirley mit ihrer Enkelin

Madonnenstatue in ihrem Garten

Gerne finden Sie hier auch den Link zu unserer Dokumentation William Nonog und das Phänomen der Geistchirurgie.