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Geisterhände, gesprengte Fesseln und fliegende Trompeten
Spiritistische Séancen und physikalische Phänomene

von Lucius Werthmüller

Der physikalische Mediumismus ist die spektakulärste aber auch umstrittenste Form der Medialität. Von den Pionierzeiten des Spiritismus bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts gab es endlose Kontroversen um die Echtheit dieser spektakulären Phänomene. Seit rund fünfzehn Jahren scheint eine Renaissance dieser Phänomene stattzufinden. Zu den bekanntesten Exponenten dieser Wiederbelebung gehört der Zirkel von Stewart Alexander. Lucius Werthmüller hat in den vergangenen Jahren an rund zehn seiner Séancen teilgenommen und ausserdem Séancen mit David Thomspon und mit der Scole-Gruppe erlebt.

Physikalischer Mediumismus
Generell lässt sich das Gebiet der Medialität unterteilen in die mentale Medialität (Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen etc.) und die physikalische Medialität. Die wichtigsten «physikalischen» paranormalen Phänomene sind die «direkte Stimme» oder «direkte Geräusche» (Teleakustik), Bewegungserscheinungen (Telekinetik), Leuchterscheinungen (Telepyretik), Apporte und Materialisationen (Teleplastik). Wie umstritten die meisten physikalischen Medien gewesen sind, entnehmen wir dem Standardwerk «Okkultismus – Täuschungen und Tatsachen» der bekannten Schweizer Parapsychologin Fanny Moser. Sie schreibt 1935 in der Einleitung zum Thema: «Der physikalische Okkultismus ist das auserlesene Gebiet schlimmster Täuschungen und eines nicht endenwollenden Streites. Hier hat der Betrug bereits ungeheuerliche Dimensionen angenommen, dass die Technik zu seiner Verhütung und Entlarvung kaum Schritt mit ihm zu halten vermag. Zwischen beiden ist es zu einem Wettrennen gekommen, bei dem nur zu oft der Betrug Sieger bleibt.» Sie schreibt aber auch: «Die telephysikalischen Erscheinungen sind, im Gegensatz zu den telepsychischen, an sich nicht mehr zu bestreiten, denn sie sind von verschiedensten Seiten unabhängig untersucht und als objektive Realitäten mit wissenschaftlichen Hilfsmitteln: photographischen Apparaten, Registriermethoden usw. festgestellt worden, die Materialisationen auch durch Abdrücke in Lehm, geschmolzenem Wachs, auf berussten Flächen und durch Giessformen. Das ist eine wesentliche Vereinfachung. Sie ist hauptsächlich der neueren Forschung, bei letzteren speziell Richet und Schrenck-Notzing zu danken. Strittig ist hier also nicht mehr, was geschieht, sondern nur noch, wie es geschieht.»
Der Lösung dieser Frage ist die moderne Forschung nicht näher gekommen, da diese handgreifliche Form des Mediumismus in Europa als ausgestorben galt, so dass Bonin in seinem Lexikon der Parapsychologie 1976 feststellte, dass «..es zur Zeit in Europa keine Materialisationsmedien zu geben scheint.»
Zum Glück gilt diese Feststellung für unsere Zeit nicht mehr. Seit Beginn der neunziger Jahre hörte und las man immer wieder Erstaunliches von Stewart Alexander und der Scole-Gruppe, was die Diskussion um diese umstrittenen Phänomene neu belebte.

Stewart Alexander
Stewart Alexander hat seine Medialität in englischer Tradition während mehr als 30 Jahren entwickelt. Während dieser Zeit sass er mindestens einmal wöchentlich in einem Entwicklungszirkel. Es dauerte fünf Jahre bis er im Trancezustand seine ersten Durchsagen machte. Nach weiteren zehn Jahren stellten sich die ersten physikalischen Phänomene ein. Obwohl Stewart nicht als mentales Medium arbeitet, entwickelte sich seine Hellsichtigkeit während sechs Monaten. Allerdings geschah dies gleichzeitig mit dem Verlust seiner Fähigkeit, in den Trancezustand einzutreten. Nach der Wiederherstellung seiner Fähigkeit in Trance zu gehen, verlor sich seine Hellsichtigkeit wieder.
Vor bald zehn paar Jahren hielten Stewart Alexander und drei weitere Mitglieder seines Home Circles in der Schweiz drei experimentelle Séancen ab; die ersten ausserhalb Grossbritanniens. In den letzten Jahren habe ich insgesamt zehn Séancen mit Stewart Alexander miterlebt.
Im ersten Teil seiner seltenen öffentlichen Veranstaltungen gibt Stewart Alexander jeweils einen Überblick über die Geschichte des Spiritualismus und über die verschiedenen Formen medialer Manifestationen, gefolgt von einem kurzen Überblick über die bekanntesten Materialisationsmedien. Ebenso berichtet er über seine eigene Entwicklung und die in seinem Zirkel auftretenden Phänomene.
Abschliessend instruiert er die Anwesenden genau über den Ablauf der Sitzung und gibt Anweisungen für das Verhalten der Sitzungsteilnehmer während der Séance, die jeweils gegen zwei Stunden dauern.
Nach einer Pause, während welcher der Saal wegen der Vorbereitungsarbeiten geräumt werden muss, werden die Teilnehmer einzeln in den Sitzungsraum gebeten. Jeder muss sich bei seinem Eintritt einer Leibesvisitation unterziehen, um zu verhindern, dass Licht und Lärm erzeugende Gegenstände wie Streichhölzer, Feuerzeuge, Blitzlichtkameras, Weckuhren, Mobiltelefone etc. in den Sitzungsraum mitgenommen werden.
Der Grund für diese Vorsichtsmassnahmen ist der sehr empfindliche Körperzustand des Mediums während der Trance. Eine abrupte Unterbrechung der Séance, insbesondere durch plötzlich auftretendes Licht – die Sitzung findet in möglichst absoluter Dunkelheit statt – kann für das Medium schwere körperliche Schäden zur Folge haben.
Stewart Alexander nimmt in einem Sessel mit Arm- und Rückenlehne Platz und wird darauf festgebunden. Zusätzlich werden beide Arme von Ray Lister, einem Mitglied seines Zirkels, mit einem einseitig gerippten Plastikband an die hölzerne Stuhllehne festgezurrt. Dies wird jeweils von einem neutralen Sitzungsteilnehmer überprüft. Diese Bänder sind äusserst stabil und reissfest. Sie müssen nach den Sitzungen jeweils mit einer Zange durchschnitten werden.

Die Séance beginnt
Bei allen Sitzungen, die ich miterleben durfte, meldet sich als erste eine Wesenheit, die sich «White Feather» nennt. Nach seiner kurzen Begrüssung kommt als nächste Wesenheit Christopher, ein Junge aus Cockney, der nach eigenen Angaben diese Welt im Alter von sechs Jahren verlassen hat. Er hat im Rahmen einer Séance die Aufgabe, die meist angespannte Stimmung aufzulockern und die Leute aufzuheitern. Er tut dies mit einer kindlichen und humorvollen Art. Stewart Alexanders Stimme wechselt dabei von einer tiefen Tonlage zu einer hohen Kinderstimme. Als dritte meldet sich Freda Johnson, die allgemeine Hinweise über die geistige Welt und Botschaften für einzelne Sitzungsteilnehmer weitergibt.
Als vierte Kontaktperson meldet sich Walter Stintson, der in erster Linie für die physikalischen Phänomene verantwortlich ist. Walter Stintson soll der früh verstorbene Bruder von Margery Crandon sein, einem seinerzeit umstrittenen Materialisationsmedium. In den überlieferten Protokollen der Sitzungen von Margery Crandon trifft man Walter als Kontrollgeist sehr häufig. Er gibt an, dass er jetzt Stewart Alexander unterstütze, um die Aufgabe zu vollenden, die er mit seiner Schwester begonnen habe.

Die physikalischen Phänomene
An mehreren Sitzungen wurde als erstes Experiment die Befreiung seines Arms aus dem Plastikband, mit dem er an den Sessel festgezurrt ist, und seine neuerliche Befestigung demonstriert. Eine Teilnehmerin einer Sitzung in Zürich erlebte dies folgendermassen: «Ich wurde durch die Trancepersönlichkeit Walter Stintson aufgefordert, mich neben Stewart Alexander zu setzen und seine angebundene rechte Hand zu ergreifen. Ich habe mit meiner linken Hand seine rechte gefasst und gleichzeitig mit der anderen Hand die Armlehne mit seinem festgezurrten Arm abgetastet. Das Plastikband befand sich straff um seinen Arm und die Lehne. Plötzlich gab es einen Ruck, das Plastikband barst und meine Hand schnellte mit seiner zusammen nach oben. So verblieben wir ein zwei Minuten. Während dieser Zeit tastete ich erneut die Stuhllehne ab und stellte fest, dass das Band nicht mehr vorhanden war. Daraufhin gab es einen neuerlichen Ruck, der Arm ging nach unten und als ich die Lehne erneut abtastete, war der Arm wieder fest mit einem Plastikband angebunden. Wie wir nach der Sitzung feststellen konnten, war er mit dem Reserveband angebunden, das vor der Séance auf dem kleinen Tisch vor ihm hingelegt worden war. Nun wurde ich von einer Hand gepackt. Es war für mich klar, dass es nicht die Hand eines Anwesenden war, sondern sich um eine materialisierte Hand handelte. Dies war ein Schock für mich, berührte mich aber emotional sehr stark, denn ein paar Wochen zuvor hatte ich mir einen handfesten Kontakt zur geistigen Welt gewünscht. Ich musste innerlich schmunzeln und hatte, nach dem anfänglichen Schock, Freude über diese handfeste Berührung umso mehr, als ich ohne jegliche Erwartungen an der Séance teilgenommen hatte.»
Anschliessend wird oft eine Teilnehmerin – Walter Stintson ist ein Charmeur und wählt vorzugsweise Damen – aufgefordert sich an den kleinen Tisch zu setzen, der vor dem Medium steht, und eine Hand auf die Glasplatte zu legen. Für dieses Experiment wird eine rote Glühbirne eingeschaltet, die unter der Glasplatte des Tischs montiert ist. Es wird eine Wolke aus Ektoplasma sichtbar, aus der sich in wenigen Sekunden die Umrisse einer Hand formen. Eine Frau die von Walter Stintson nach vorne an den Tisch gebeten wurde berichtete: «Ich legte meine Hand mit der Handfläche nach oben auf das rot beleuchtete Tischchen. Bald bildete sich am Rand des Tischs eine schwarze Masse, aus der sich langsam Finger und schliesslich eine ganze Hand formte. Die warme, weiche und angenehme Männerhand ergriff meine Hand. Sie war nicht knochig, sondern fühlte sich fleischig an. Ich hatte das Gefühl, dass sie von einem Mann mittleren Alters stammte. Sie drückte meine Hand, streichelte sie und verabschiedete sich mit einem kräftigen Händedruck. Daraufhin löste sie sich wieder in eine schwarze Masse auf.»
Eine andere Sitzungsteilnehmerin, die ebenfalls an den Tisch vorne gebeten wurde gab zu Protokoll: «Von der Gegenseite des Tisches näherte sich mir eine schlammige, gummige Masse; aus der sich zuerst bogenförmige Gebilde formten, die zu Fingern und dann zu einer Hand wurden, die Leben bekam. Die sehr kräftige Hand legte sich auf meine, drehte meine Hand auf die Seite, drückte sie und klopfte, für jedermann hörbar, auf sie. Ich hatte schon zuvor einmal ein ähnliches Erlebnis gehabt. Mir ist klar, dass es eine geistige Welt gibt, so dass dieses Erlebnis für mich einfach eine weitere Bestätigung war.»
Bei allen Séancen an denen ich teilnahm, flogen die «Flying Trumpets» – mit Leuchtfarben markierte Leichtaluminium-Trichter – mehrere Minuten durch den Raum. Sie klopfen zuerst auf den Boden, erheben sich zunächst zögerlich und fliegen mit wachsender Geschwindigkeit umher. In einem sechs Meter hohen Sitzungsraum, stiegen sie bis an die Decke, klopften an die Wände und vollführten die wildesten Flugmanöver in zum Teil rasender Geschwindigkeit. Bei einer Séance in ganz kleinem Kreis in England bewegten sie sich in rasender Geschwindigkeit zwischen meiner Partnerin Sabin und mir hin und her, wobei sie uns jeweils ganz sanft berührten.
Im Laufe der Sitzung werden die Teilnehmer von den Trancekommunikatoren wiederholt aufgefordert, ein Lied zu singen, um «die Schwingung zu heben». Dabei werden öfters die Trommelschläger benutzt, die zum Gesang den Rhythmus auf dem Tisch schlagen, ohne dass sie von einer anwesenden Person gehalten werden.
Zusätzlich treten weitere Phänomene auf. So ist mehrere Male eine direkte Stimme aufgetreten, die Sitzungsteilnehmer bei ihrem Namen rief und Botschaften weitergab.
Eine Überraschung erwartete uns bei der ersten Séance in Basel, als wir zum Schluss das Licht wieder anzündeten. Das Hemd, das Stewart Alexander zu Beginn unter seinem Pullover getragen hatte, lag einen Meter vor ihm auf dem kleinen Tisch. Dies obwohl er nach wie vor fest angebunden war und die beiden Plastikbänder, mit denen die Arme angebunden worden waren, mit einer Zange durchschnitten werden mussten.

David Thompson
Bei den Séancen der Gruppe um David Thompson wird dem Medium zusätzlich noch der Mund verbunden. Alle Kommunikatoren melden sich während der Sitzung mittels direkter Stimme. Bei David Thompson meldeten sich jeweils mehrere verstorbene Prominente, unter anderem Louis Armstrong, der bei beiden Séancen, «What a wonderful World» von sich gab. Diese direkten Stimmen klingen oft genau wie normale Stimmen und scheinen direkt aus dem Raum zu kommen, ohne dass man sie genauer lokalisieren kann. Manchmal macht es den Anschein, dass die Alutrichter als Megaphon benutzt werden, was den Stimmen einen leicht blechigen Klang verleiht.

Die Scole-Gruppe
1995 bildete sich in der englischen Ortschaft Scole bei Norfolk eine Gruppe, die behauptete, physikalische Phänomene würden bei ihren Séancen wieder regelmässig auftreten. Während Stewart Alexander die Phänomene im klassischen Stil mit Ektoplasma produziert, einer feinstofflichen Substanz als Substrat der Materialisationen, geschah dies bei der Scole-Gruppe ohne Ektoplasma. Robin Foy ist überzeugt, dass diese Arbeitsweise mit dem, was er als «Pure Spiritual Energy» bezeichnet, viel gefahrloser ist für das Medium. Mehrere Wissenschaftler der renommierten «Society for Psychical Research» (SPR) untersuchten die Aktivitäten der Scole-Gruppe im Detail. Montague Keen, Prof. Arthur Ellison und Prof. David Fontana waren alle an mindestens 20 Séancen anwesend, in deren Verlauf sie keinerlei Anzeichen von Unregelmässigkeiten feststellen konnten. Die Sitzungen in Scole wurden ausser von den erwähnten Personen auch von Dr. Rupert Sheldrake, Prof. Archie Roy, Prof. Bernard Carr und Prof. Donald West besucht.
Ergebnis war der im November 1999 publizierte «Scole Report», ein 450 Seiten umfassender Forschungsbericht, demzufolge einige spektakuläre Phänomene dokumentiert und nachgewiesen werden konnten. Ein Grossteil des Scole Reports ist dem Phänomen der «Geistigen Fotografie» gewidmet. Dabei wurden versiegelte Filme in einem lichtundurchlässigen Behälter in den Sitzungsraum gebracht, die nachher deutlich erkennbare Motive zeigten.

Tanz der Lichter
Die erste ungewöhnliche Erscheinung, die in der von mir erlebten Sitzung mit der Scole-Gruppe auftrat, waren schwach aufflammende Lichtpunkte, die sich bald so verstärkten, dass alle Anwesenden sie wahrnehmen konnten. Sie blitzten zuerst nur auf, begannen sich aber bald zu bewegen und in schnellen unvorhersehbaren Bewegungen im Raum herumzufliegen. Vorzugsweise verschwanden die «Glühwürmchen» in den fluoreszierenden Punkten, die auf dem Tisch angebracht waren und tauchten daraus wieder auf. Sie flogen durch Wassergläser und bewegten sich auch auf einzelne der Sitzungsteilnehmer zu. Eines näherte sich mir, drang in mich ein und hinterliess in meiner Brust ein kribbelndes Gefühl. Einige dieser Lichtpunkte versammelten sich an der Decke und liessen die dort befestigten Glocken heftig läuten.
Es ertönten darauf erste Geräusche aus allen Teilen des Raums und speziell aus der Mitte des Raums vom Tisch her. Dieser begann gut hörbar zu vibrieren. Er setzte sich in Bewegung und drehte sich, was dank den fluoreszierenden Leuchtpunkten gut sichtbar war. Zu dieser Zeit spürten viele Teilnehmer starke Temperaturschwankungen und Luftzüge. Dieses Phänomen scheint objektiver Natur zu sein und wird bei den Sitzungen in Scole mit Hilfe eines Windmessgeräts untersucht und dokumentiert. Schon bald kamen die ersten Meldungen von Berührungen durch Geisterhände. Im Laufe des Abends wurde die Mehrzahl der Sitzungsteilnehmer von Händen berührt. Interessant war, dass drei verschiedene Geisthände wahrgenommen wurden. Einige spürten eine kleine Kinderhand, andere eine grosse, warme Männerhand, wieder andere eine feine Frauenhand. Als ich von der Frauenhand zuerst an den Knien und daraufhin an den Händen berührt und betastet wurde, versuchte ich erfolglos die Hand zu umfassen; sie entzog sich meinem Griff, um mich daraufhin wieder zu berühren. Meine Hand wurde dabei regelrecht abgetastet, wobei sich diese materialisierte Hand genauso anfühlte wie eine normale menschliche Hand.

Fazit
Die Sitzungen, die ich miterleben durfte, haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es ist meine feste Überzeugung, dass es sich um echte paranormale Phänomene handelt. Darin bestärkt mich neben den unzähligen Untersuchungen und Augenzeugenberichten vor allem die aufrichtige und bescheidene Art von Medien wie Stewart Alexander und Robin Foy. Ich hatte die Gelegenheit eine ganze Woche mit Robin Foy zu verbringen; dabei habe ich in langen Gesprächen seinen grossen Einsatz für die Anerkennung des physikalischen Mediumismus kennengelernt. Wenn ich diese Gespräche Revue passieren lasse, kann ich mir schwer vorstellen, dass ein Trickkünstler darüber auf diese Weise gesprochen hätte.
Es ist aber unbestritten, dass die Dunkelheit des Séance-Raums einem Skeptiker viel Raum für Spekulationen gibt. Wer die Geschichte der physikalischen Medialität kennt, wird aber seine Zweifel haben, ob es überhaupt einen Beweis geben kann, der eingefleischte Skeptiker von der Echtheit der Phänomene überzeugen kann. Denn «Physikalische Phänomene könnten dazu führen, dass wir einige der am meisten geheiligten Gesetze der Wissenschaft überdenken müssen. Wenn dies geschieht, wird Robin Foy gleichberechtigt neben Lodge, Crookes, Conan Doyle und andere grosse Forscher der Vergangenheit in die Geschichte eingehen.» wie Professor David Fontana, früherer Präsident der Society for Psychical Research und regelmässiger Sitzungsteilnehmer in Scole, feststellte.
Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann war Teilnehmer einiger Materialisationssitzungen bei Freiherr von Schrenck-Notzing und schrieb nachher darüber folgendes: «Von Betrug in irgendeinem mechanischen Sinne kann nicht die Rede sein. Es handelt sich um eine okkulte Gaukelei des organischen Lebens, um Vorgänge deren anormale Realität mir unbestreitbar scheint, die zugleich primitiv und kompliziert sind, mit ihrem wenig würdevollen Charakter, mit ihrem trivialen Drum und Dran den ästhetisch stolzen Sinn wohl gar abstossen mögen, deren zweifellose Wirklichkeit aber den Erkenntnistrieb des Wissenschaftlers bis zur Leidenschaft reizen muss.»
Leser der vorliegenden Zeitschrift wissen, dass dem nicht so ist und leider nur sehr wenige Wissenschaftler die Offenheit aufbringen, sich unvoreingenommen auf abseitig erscheinende Phänomene einzulassen. Hoffen wir also mit Thomas Mann auf Wissenschaftler, deren Erkenntnistrieb sich bis zur Leidenschaft reizen lässt.

 

Fotos und Bildlegenden:

1. Stewart Alexander bei seinem Aufenthalt in Basel

2. Der Home Circle von Stewart Alexander; von links nach rechts: June und Ray Lister; Dr. Hans Schär, der den Besuch in der Schweiz organisiert; Stewart Alexander und seine Frau Sue

3. Margery Crandon mit der materialisierten Hand von «Walter». Walter, der früh verstorbene Bruder von Margery Crandon ist in den Séancen von Stewart Alexander für die physikalischen Phänomene zuständig.

4. Das bekannte und umstrittene Materialisationsmedium Margery Crandon

5. Die bekannte Schweizer Parapsychologin Dr. Fanny Moser 1913

6. Die Scole-Gruppe: von links Alan, Diana, Sandra und Robin

7. Robin Foy während seines Besuchs in Basel

8. Dr. med. Albert Freiherr von Schrenck-Notzing, der sich um die Erforschung des physikalischen Mediumismus verdient gemacht hat.

Diverse Bilder:
Paranormal belichtete Filmrollen der Scole-Gruppe
(Legende: je nachdem welche du verwendest liefere ich einen Text nach)