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James van Praagh – Medium
Autor und Filmproduzent

- von Sabin Sütterlin


James van Praagh wird am 23. August 1958 in New York als viertes und letztes Kind in eine römisch-katholische Familie geboren. Bereits als Kind nehmen Kirche und Gott einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Dabei fragt er sich ob die Nonnen etwas verstehen das ihm entgeht und ob er während der kirchlichen Ritualen etwas Grundsätzliches übersieht. Deshalb bittet er Gott um ein deutliches Zeichen. Eines Morgens beim Erwachen fühlt er einen deutlichen Luftstoss im Gesicht. Er schaut zum Fenster – doch es ist verschlossen. Als er zur Decke blickt, sieht er eine grosse leuchtende offene Hand an der Decke. Gleichzeitig entsteht in ihm ein überwältigendes Gefühl von Frieden, Liebe und Freude. Damals erzählt er niemandem von dieser Erscheinung. In der Folge beginnt er sich viele Fragen zu stellen: Wohin gehen wir wenn wir sterben? Gibt es Himmel und Hölle? Ist das Leben grenzenlos? Die Antworten der Kirche befriedigen den forschenden Geist des Kindes nicht. Mit Scott, einem guten Freund, spielt er nicht nur Ballspiele. Gemeinsam stellen sie über ein Ouija-Brett Fragen und als die Antworten einen Sinn ergeben, denkt jeder der andere habe die Planchette geschoben. Eines Tages beschliessen die beiden Zwölfjährigen eine Séance abzuhalten. Dazu treffen sie sich an einem Abend in einer Baracke und schliessen die Fensterläden. Sie zünden eine Kerze an und sitzen eine halbe Stunde im Dunkeln. Nichts geschieht. Natürlich ist das eine lange Zeit, sie beginnen sich zu langweilen und haben dann die Idee, dass sie wohl Fragen stellen könnten. Sie beschliessen Janis Joplin, die vor einem Jahr verstorben ist, anzurufen – nichts geschieht, weder Klopfgeräusche noch ein Windstoss. Da fragt der kleine James: «Janis, wenn du im Raum bist gib uns ein Zeichen!» Daraufhin richtet die Flamme der Kerze sich nach links, dann nach rechts und wieder nach links. Die beiden Buben erstarren, denn was auch immer diese Kerze beeinflusst, keiner der beiden hat sie berührt! Dann plötzlich erlischt die Kerze.

Mit vierzehn Jahren besucht James van Praagh eine Priesterschule bis ihm eines Tages eine Geiststimme ins Ohr flüstert: «Gott ist viel grösser als diese vier Wände; du musst diesen Ort verlassen und Gott draussen in der Welt finden.» Nach der Schule macht er einen Abschluss in Journalismus an der Universität von San Francisco, denn er möchte Drehbuchautor werden. Er zieht nach Los Angeles und mit vierundzwanzig Jahren begegnet er dem Medium Brian Hurst, der ihm in einer Sitzung mitteilt, er werde ebenfalls als Medium tätig sein. Ausserdem werde ihm die geistige Welt helfen das Bewusstsein auf diesem Planeten zu ändern. Trotz anderer Berufsvorstellungen schliesst er sich einem Zirkel an. Dort erkennt er, dass er Farben um Personen sehen kann und aus diesen den emotionalen und körperlichen Zustand der jeweiligen Person lesen kann.
Bald ist er als Medium erfolgreich und schreibt ein Buch über seine Wahrnehmungen. Er wird in die bekannte Talksendung von Larry King eingeladen um sein Buch Talking to Heaven (deutsch Jenseitsbotschaften) vorzustellen. Darin schreibt er über seine Erfahrungen mit Jenseitskontakten. Das Buch kommt ursprünglich in einer Auflage von 6'000 Exemplaren heraus – nach weniger als drei Monaten sind 600'000 Bücher verkauft. Das Buch führt während Wochen die Bestsellerliste der New York Times an. Es folgen Auftritte bei der Oprah Winfrey Show und in vielen anderen Sendungen. Er schreibt mehrere weitere Bücher und demonstriert Jenseitskontakte in verschiedenen Fernsehformaten. Er berät die CBS bei der Entstehung des Drehbuches einer Miniserie mit dem Titel «Living with the Dead». Auf der Grundlage von Erfahrungen van Praagh entstehen mehrere fiktive Mysterythriller, in denen bekannte Schauspieler wie Anne Heche und Eva Longoria mitspielen.

Auch bei uns bekannt geworden ist die Serie «The Ghost Whisperer» mit Jennifer Love Hewitt bei der van Praagh Koproduzent ist. Die erste Folge erschien im Herbst 2005 auf CBS, die letzte Folge wurde im Frühling 2010 ausgestrahlt. Die fünf Staffeln sind zwar fiktiv, basieren aber inhaltlich auf Erlebnissen und Wahrnehmungen des Koproduzenten. Als James van Praagh 2004 Ghost Whisperer konzipiert, ist er sich der damit verbundenen grossen Verantwortung bewusst und er nimmt sich vor, die Welt der Geistwesen so präzis wie nur möglich zu beschreiben. Im Buch Geister sind unter uns erklärt er, dass er eine Weile brauchte, um seine eigenen Gefühle von denen der Geister, die ihn umgaben, unterscheiden zu lernen. Aber mit ihnen sei es genau wie mit den Menschen aus Fleisch und Blut.  

Mit manchen fühlt man sich unwohl und andere sind richtig nett. Als Seelen in einem Körper aus Fleisch und Blut sind wir im Grunde alle Geistwesen. Sobald wir alle unsere geistigen Aufgaben erledigt haben, stellt der Leib seine Arbeit ein und nur die Geistsubstanz bleibt übrig. Sterben ist der Übergang von einer physischen in eine nichtphysische Existenz. Die frisch Gestorbenen werden gewöhnlich von einem strahlenden Licht angezogen. Dieses Licht ist eine Art Portal, das sie durchschreiten um in die spirituellen Dimensionen einzutreten – tatsächlich ist es ein nach Hause kommen. Nur die Ängstlichen beschliessen, sich an der irdischen Atmosphäre festzuklammern und dieser Welt verhaftet zu bleiben. Man nennt sie erdgebundene Geistwesen und sie sind es, die wir aus Gespenstergeschichten und Mysterythrillern kennen. Die meisten Geistwesen, mit denen Medien kommunizieren, sind im Licht.

  James van Praagh schreibt über die Erfahrung des Menschseins folgendes: «Als Geistwesen haben wir einen natürlichen Seinszustand des erweiterten Bewusstseins. Wir verfügen sowohl über das nötige Wissen als auch über die Macht, mit unseren Gedanken und Ideen schöpferisch tätig zu sein. Das Geheimnis, das uns jahrhundertelang entgangen ist, besteht ganz einfach darin, uns auf unsere göttliche Natur zurückzubesinnen. (…) Wenn wir nicht erkennen, dass wir Geistwesen in menschlicher Gestalt sind, verharren wir in der Verleugnung der Wahrheit. Dann sind wir Opfer der Umstände und nicht Schöpfer unseres Schicksals. Wenn wir in die beschränkte Dimension des Irdischen eintreten, ist unsere Identität noch ziemlich unbestimmt und schwer fassbar. Die meisten von uns verbringen ihre Stippvisite auf Erden damit, dass sie ihre Antworten im Aussen suchen. Doch wer könnte besser wissen, wer wir sind, als wir selbst? Die Antworten, nach denen wir suchen, liegen ausschliesslich in unseren Herzen und nirgendwo sonst.»

Laut Allan Kardec (3.10.1804 - 31.3.1869), der seine Lehre und Glaubensvorstellung von der Unsterblichkeit der Seele Spiritismus nannte, werden die Geister unwissend erschaffen und bedürfen einer stufenweisen geistig-moralischen Entwicklung. Die erfahren sie besser im inkarnierten Zustand, in welchem die Erinnerungen an vorherige Inkarnationen und den nichtinkarnierten Zustand jedoch verdrängt sind. Dabei geht die geistige Entwicklung stets in Richtung auf eine höhere Stufe oder sie stagnieren. Einen Fall auf eine niedrigere Stufe gibt es nicht.

Der Spiritualismus im Sinn einer philosophischen Religion hat ihren Ursprung in Hydesville, New York, als die elf- und vierzehnjährigen Mädchen Kate und Margaret Fox über Klopfzeichen sinnvoll mit einem Geistwesen, das in ihrem Haus spukt, kommunizieren. Dies geschah am 31. 3. 1848 und wird als die Geburtsstunde des modernen Spiritualismus bezeichnet. Diese Glaubensrichtung hat heute vor allem in Grossbritannien viele Anhänger und eigene Kirchen. Im Unterschied zu den Spiritisten und Anhängern von Allan Kardec vertreten sie keine einheitliche Meinung, wenn es um die Frage der Reinkarnation geht. James van Praagh äussert sich folgendermassen zu diesem umstrittenen Thema: «In dem Moment, in dem wir einen menschlichen Körper annehmen, schliesst sich der Vorhang vor den Erinnerungen an frühere Leben, damit wir guten Gewissens von vorn anfangen können. Das ist im Grunde ein Akt göttlicher Gnade. (…) Indem wir die verschiedenen Menschen und Lebenslagen wählen, mit und in denen wir dieses Leben auf der Erde führen wollen, werden wir in Situationen hineingezwungen, die unser seelisches Wachstum vorantreiben. Nur in der materiellen Welt haben wir dermassen viele Gelegenheiten, unsere Lektionen zu lernen. Und nirgends sonst erhalten wir so schnelle Rückmeldungen auf unsere Handlungen, Fehler und Fortschritte. »  
Die Foxx Sisters

Zitate aus James van Praagh Geister sind unter uns, Ansata Verlag S. 285 und 286

James van Praagh ist Referent am Medialitätskongresss im Oktober in Zürich. Er bietet dort eine mediale Demonstration am Samstag, 5. Oktober und am Montag, 7. Oktober ein Tagesseminar. Weitere Infos finden Sie auf www.medialitaetskongress.ch.

 


James van Praagh und Jennifer Love Hewitt