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Werde wieder frei!

- von Pascal Voggenhuber

  Es sind immer mehr Menschen auf einem spirituellen Weg, was ich wunderbar und toll finde, doch fällt mir auch auf, dass viele dadurch total unfrei werden und noch mehr in das Bewerten hineingehen als andere. Viele achten ständig auf ihre Ernährung, meditieren stundenlang, räuchern alles vermeintlich Böse aus. Sprühen sich mit Aura Soma fast zu Tode und flehen und betteln die Geistige Welt an, sie solle ihnen helfen, besser, medialer, hellsichtiger und spiritueller zu werden, höher zu schwingen und was weiss ich noch alles.
Ja, vielleicht ist dieses Bild ein bisschen übertrieben, doch wenn ich mir die Szene anschaue, frage ich mich schon. Wo ist hier noch etwas Spirituelles? Ich als Medium habe mich oft gefragt: Was will die geistige Welt? Meine Geistführer haben mich nie zu Dingen gezwungen. Die geistige Welt will vor allem, dass wir frei sind und dass wir Spass haben. Sie will nicht, dass wir Yoga ausüben, um besser zu werden oder spiritueller, sie will einfach, dass wir Freude haben an Allem, was wir tun, an unserem Körper und dass wir diese Freude mit unseren Mitmenschen teilen.
Sie will nicht, dass wir krampfhaft gegen das vermeintlich Böse sind, sondern, dass wir erkennen, dass es weder gut noch schlecht gibt, dass wir aufhören, gegen negatives zu kämpfen, sprühen oder räuchern, dadurch verbreiten wir nur Angst. Wir dürfen wieder Spass und Freude haben und dadurch zum Licht für die Menschen werden.

Spirituell sein, heisst vor allem, frei sein und Freude haben. Meine Geistführer sagen mir oft: Bringe den Menschen nicht nur bei, ihre aussersinnlichen Fähigkeiten zu erwecken, sondern vor allem, wieder Spass am Leben zu haben. Dies bewirkt tausendmal mehr, als wenn wir noch mehr verbitterte Medien haben, die mit der Geistigen Welt kommunizieren. Wir brauchen Menschen im Alltag, welche einfach glücklich sind und nicht alles bewerten. Die auf natürliche Art und Weise das Licht weitergeben, die Herzen der Menschen berühren und keine deprimierten Hellseher, die Angst und Schrecken verbreiten.

Spirituell sein heisst für mich: Frei sein, frei auch von den Bewertungen, frei von Ritualen und vor allem, jedem das Recht einzugestehen, auch frei zu sein, egal ob er so denkt wie ich, egal ob er so handelt wie ich, dass ich jedem das Recht gebe, so zu sein, wie es ihn glücklich macht. Auch wenn dies meinem persönlichen Weg vielleicht total widerspricht.

Spirituell sein, heisst auch, zu erkennen, dass es keine Wahrheit gibt, nur meine persönliche Wahrheit und diese Wahrheit ist immer richtig, allerdings nur für mich selbst. Lass deine Mitmenschen ihre Wahrheit finden und leben, auch wenn sie sich nicht mit deiner Wahrheit deckt. Lege ihnen und dir keine Fesseln oder Moralvorstellungen unter dem Deckmantel der Spiritualität an.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie soll ich das machen? Ich glaube, das Wichtigste ist, zuerst mal zu erkennen, dass du perfekt bist so wie du bist. Das heisst nicht, dass du nicht noch wachsen darfst und dich verändern darfst, wenn du dies willst. Doch bevor du wahrhaft spirituell sein musst, musst du dich zuerst lieben. Nimm dich an mit all deinem Sein und falls du noch Fehler bei deinem Sein findest, auch gut, nimm diese an und akzeptiere sie. Jede Macke macht dich besonders und einzigartig. Falls du möchtest, kannst du sie jederzeit ändern.

 

 

Ein spirituelles Leben zu führen, heisst für mich vor allem, Gott zu erkennen und das Leben dem Göttlichen zu widmen. Erkenne in allem, was ist, das Göttliche. Probier, in den Mitmenschen um dich herum, Gott zu erkennen und ja, ich gebe es zu: In manchen Menschen versteckt sich das Göttliche ganz schön fest! Doch bedenke, dies ist nur eine Bewertung von dir. Falls du in Zukunft mal Konflikt mit jemandem hast, denke nicht XY schreit mich an, sondern Gott schreit mich an. Mache dir bewusst, dass das Göttliche von XY gerade die Erfahrung macht, wie es ist, böse zu sein und dich anzuschreien und schaue dem Göttlichen fasziniert zu, wie es diese Erfahrung macht. Hört sich komisch an, aber wenn du die Faszination für das Göttliche in solchen Moment haben kannst, wirst du merken, dass es plötzlich keinen Streit mehr gibt, weil du nicht in die Aggression mit einsteigst. Probiere, in vielen Situationen immer das Göttliche zu erkennen, auch wenn es manchmal enorm schwer ist. Doch nach einer gewissen Zeit wirst du merken, dass du plötzlich eine andere Sichtweise bekommst und es dir schwer fällt, Probleme zu sehen!

Mache dir jeden Tag bewusst, was schon alles gut ist in deinem Leben, auch wenn du vielleicht an einem Punkt bist, wo du dich fragst, ob überhaupt etwas gut ist. Es gibt immer Dinge die gut sind, auch wenn sie noch so banal sind. Sei jeden Tag dafür dankbar und wenn du Lust verspürst, schreibe dir jeden Tag Dinge auf, für die du dankbar bist. Erkenne, dass du einzigartig bist und auch enorm wichtig, auch wenn du dies vielleicht noch nicht verstehen kannst. Alleine dass du da bist, dass du atmest, macht dich wundervoll. Lass dir nie etwas anderes einreden. Die Welt braucht dich und zwar genau so, wie du bist. Die Welt braucht auch alle deine Fehler und Makel, die du vielleicht aus deiner Sicht noch hast, denn das Abenteuer Welt und Leben wäre wertlos, sinnlos, wenn wir nicht alle so wären, wie wir sind. Wenn alles zu jeder Zeit als perfekt zu erkennen wäre, wäre doch das Leben ganz schön langweilig. Also, wieder ein Grund, dankbar zu sein, auch wenn wir das Göttliche und Perfekte noch nicht immer erkennen, dies sorgt dafür, dass es spannend bleibt. Ich bedanke mich dafür, dass du diese Zeilen gelesen hast, ich bin dir dafür dankbar und auch wenn wir uns nicht kennen, mache dir bewusst, dass ich dankbar bin, dass du in dieser supertollen Zeit mit mir inkarniert hast.

Pascal Voggenhuber ist heute eines der bekanntesten Medien in Europa und verblüfft seine Zuhörer bei Veranstaltungen immer wieder mit detaillierten Jenseits-Kontakten. Am 27./28. Juli bietet er in Basel ein Seminar in Basel an. Mehr dazu hier.